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Corona-Laborkapazitäten : Deutschland könnte doppelt so viele Menschen testen

Mehr Angebot als Nachfrage: In einer Garage im Hinterhof einer Berliner Arztpraxis werden Coronatests durchgeführt. Bild: dpa

Erst waren die Labore überfordert, jetzt sind sie kaum noch ausgelastet. Die Politik will verstärkt Pflegepersonal testen. Doch wie oft? Wen noch? Und kann Deutschland etwas von Luxemburg lernen?

          6 Min.

          Auf den ersten Blick sehen die Zahlen beeindruckend aus. Mehr als 2,5 Millionen Tests auf eine akute Infektion mit dem neuartigen Coronavirus wurden in Deutschland bislang durchgeführt, ganze 467.137 von ihnen allein in der vergangenen Woche. Dabei fiel nicht einmal jeder zehnte Test positiv aus – 7,1 Prozent waren es insgesamt, 5,4 Prozent in der vergangenen Woche. Diese Zahlen präsentierte das Robert-Koch-Institut (RKI) in seinem Situationsbericht vom Mittwochabend.

          Sibylle Anderl

          Redakteurin im Feuilleton.

          Kim Björn Becker

          Redakteur in der Politik.

          Wenn man die Kapazitäten der deutschen Labore dagegenhält, erscheinen die Werte allerdings in einem anderen Licht. Beinah 900.000 Tests können die Labore aktuell pro Woche auswerten. Die dafür benötigten Reagenzien waren vor einem Monat knapp, doch inzwischen meldet nur noch jedes dritte Labor Lieferschwierigkeiten, in etwa einem Fünftel der Labore sind in der vergangenen Woche insgesamt knapp 2400 Proben noch nicht abgearbeitet worden. Bei diesen Kapazitäten könnten bundesweit also fast doppelt so viele Menschen auf eine Corona-Infektion getestet werden als es derzeit der Fall ist. Warum passiert das nicht?

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