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Nach dem Titelverzicht : Was über Giffeys Kopf hängt

  • -Aktualisiert am

Franziska Giffey Bild: Reuters

Die Plagiatsvorwürfe sind nicht das einzige Problem von Bundesfamilienministerin Franziska Giffey. Das zweite heißt Berliner SPD. Will die zerstrittene Partei in der Hauptstadt weiter regieren?

          3 Min.

          Franziska Giffey ist dieser Tage wieder in allen Medien. Nicht etwa, weil die Bundesfamilienministerin ein aufsehenerregendes politisches Projekt aus dem Hut gezaubert hätte. Auch nicht, weil sie als Hoffnung für einen Neuanfang in der deutschen Hauptstadt gilt, die Giffey gern nach der Wahl im nächsten Jahr als Regierende Bürgermeisterin aus dem Jammertal führen möchte. Es ist Giffeys mit Plagiatsvorwürfen angegriffene Doktorarbeit, die sie wieder in die Schlagzeilen bringt. Nachdem der Verlust des akademischen Grads zunächst abgewendet worden war, will die Freie Universität Berlin das Prüfverfahren noch einmal aufrollen, weil die ausgesprochene Rüge im Hochschulgesetz nicht vorgesehen ist.

          Giffey hat sich von der Affäre zu befreien versucht, indem sie auf das Führen des Titels „verzichtete“. Sie schob den Schwarzen Peter der Universität zu, die sich in der ganzen Sache nicht mit Ruhm bekleckerte, gelinde gesagt. Giffey machte geltend, dass ihre Fähigkeiten als Politikerin nicht davon abhingen, ob sie diesen Titel trage. Ähnliche Argumente wurden auch vorgebracht, als Karl-Theodor zu Guttenberg oder Annette Schavan nach den Plagiatsvorwürfen um ihre politischen Ämter kämpften.

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