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Doch kein Deutsch-Zwang : Türkische Gemeinde begrüßt entschärften CSU-Antrag

  • Aktualisiert am

Einwanderer in Deutschland: Gesucht wird der beste Weg zur Integration. Bild: dpa

Die CSU-Forderung, Einwanderer sollten auch zu Hause deutsch sprechen, kam nicht gut an. Der Vorsitzende der türkischen Gemeinde freut sich über das Einlenken.

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          Der Vorsitzende der Türkischen Gemeinde in Deutschland hat die Abschwächung des CSU-Leitantrags zum Deutschlernen für Migranten begrüßt. Ihr Vorsitzender Gökay Sofuoglu sagte der Zeitung „Passauer Neue Presse“, die Gemeinde habe die ursprüngliche Formulierung als „menschenfeindlich und verfassungswidrig“ empfunden. Der Staat dürfe sich nicht einmischen und vorschreiben, welche Sprache zu Hause am Küchentisch gesprochen werden solle.

          In der ursprünglichen Variante des CSU-Leitantrags für den am Freitag in Nürnberg beginnenden Parteitag hieß es: „Wer dauerhaft hier leben will, soll dazu angehalten werden, im öffentlichen Raum und in der Familie deutsch zu sprechen“. Die CSU war dafür scharf kritisiert worden. Am Montag hieß es in der überarbeiteten Variante, Migranten sollten dazu „motiviert“ werden, im Alltag deutsch zu sprechen.

          Sofuoglu sagte der Zeitung, viele Migranten hätten beim Erlernen und Gebrauch der deutschen Sprache Defizite. Zudem sollten „natürlich“ alle Menschen mit Migrationshintergrund die deutsche Sprache lernen und „so oft wie möglich benutzen“. Jedoch könne das nicht mit einem Verbot der Muttersprache zu Hause erreicht werden.

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