Zwei Männer in Schutzanzügen stehen im Atomkraftwerk Isar 2 in Niederbayern während der jährlichen Revision vor dem geöffneten Reaktordruckbehälter, in dem Brennelemente eingesetzt wurden. (Archivbild) Bild: dpa
Deutschland debattiert über längere Laufzeiten für Atomkraftwerke. Wie realistisch ist diese Debatte? Die wichtigsten Fragen und Antworten.
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Wäre der Weiterbetrieb der drei letzten Kernkraftwerke auf sichere Weise technisch möglich?
Rein technisch betrachtet spricht dafür Einiges. Der Nuklearverband Kerntechnik Deutschland, früher Deutsches Atomforum genannt, versichert, dass die Anlagen alle Sicherheitsanforderungen erfüllten und aus technischer Sicht weiterlaufen könnten. Das zuständige Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz (BMUV) widerspricht dieser Einschätzung nicht grundlegend. Natürlich seien die Atomkraftwerke (AKW) sicher, heißt es, sonst wären sie ja nicht am Netz. Die Technik verhalte sich am 1. Januar 2023 nicht anders aus als am 31. Dezember 2022. Aber die Kraftwerke seien unternehmerisch, personell und in der Brennstoffbeschaffung nun einmal auf ein Aus des Leistungsbetriebs zum Jahresende eingestellt.
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