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Peter Klement : Dieser General untersucht den Eurofighter-Absturz

Nur schonungslose Aufklärung kann künftige Unfälle verhindert, sagt Peter Klement, General Flugsicherheit der Bundeswehr. Bild: Bundeswehr

Mit der Aufklärung des Absturzes eines Tiger-Kampfhubschraubers in Mali machte er sich im Bundestag einen Namen. Auch bei seinem jüngsten Fall verspricht er schonungslose Aufklärung. Ob es gefällt oder nicht.

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          Warum ein Kampfflugzeugführer, der mehr als 3000 Stunden im Cockpit verbracht hat, einen Bürojob als seine Traumaufgabe sieht, ist für Laien auch auf den zweiten Blick nur schwer nachvollziehbar. Dennoch: Wer mit Peter Klement spricht, verliert schnell jeden Zweifel daran, dass er sie in seiner Funktion als General Flugsicherheit der Bundeswehr gefunden hat. Der 59 Jahre alte Berufssoldat kommt in dieser Rolle immer dann zum Zug, wenn Flugzeuge oder Hubschrauber der Bundeswehr abstürzen, kollidieren oder in sonstige Unfälle verwickelt sind. Weltweit. Das ist auch jetzt gerade wieder der Fall. Seit Montag leitet der Brigadegeneral die Untersuchung zum Absturz zweier Eurofighter über der Mecklenburgischen Seenplatte.

          Klement, der 1959 im oberfränkischen Pegnitz geboren wurde, hat die Bundeswehr noch zu Zeiten kennengelernt, als solche Flugunfälle quasi auf der Tagesordnung standen. Nach seinem Diensteintritt im Jahr 1979 lernte er zunächst, den Starfighter zu fliegen. 269 dieser oft als „Witwenmacher“ verspotteten Flugzeuge stürzten allein bei der Bundeswehr ab. 1987 dann schulte Klement auf den Tornado um, von denen ebenfalls noch Dutzende vom Himmel fielen. Klement fliegt bis heute mit ihnen. Es folgten reihenweise Stabs- und Führungsverwendungen im In- und Ausland, darunter als Kommandeur des früheren fliegerischen Ausbildungszentrums der Luftwaffe auf der Holloman Air Force Base in Arizona und als Base Commander im nordafghanischen Mazar-i-Sharif.

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