https://www.faz.net/aktuell/politik/inland/die-ziele-des-neuen-umweltminsters-altmaier-kuendigt-10-punkte-programm-an-11769147.html

Die Ziele des neuen Umweltminsters : Altmaier kündigt 10-Punkte-Programm an

  • Aktualisiert am
Bundesumweltminister Peter Altmaier will dem Klimaschutz mehr Geltung verschaffen
          1 Min.

          Der neue Bundesumweltminister Peter Altmaier (CDU) will bis zur Sommerpause ein 10-Punkte-Programm vorlegen, das er bis zur Bundestagswahl 2013 umsetzen will. Neben der Energiewende wolle er den Klimaschutz wieder stärker in den öffentlichen Fokus rücken, sagte Altmaier am Donnerstag in Berlin bei der Vorstellung seines politisches Programms als Minister. „Das Thema Klimaschutz ist für mich ein Herzensanliegen“, sagte er.

          Altmaier wollte sich nicht darauf festlegen, ob tatsächlich nur noch eine Sitzung notwendig ist, um eine Einigung zwischen Bund und Ländern für eine neue Suche nach einem Endlager für hochradioaktive Abfälle zu erzielen. Über die umstrittene Kürzung der Solarförderung wollen Bund und Länder erstmals am 12. Juni im Vermittlungsausschuss reden - Altmaier will eine Einigung bis zur Sommerpause.

          „Ich möchte uns wochenlange Diskussionen ersparen“

          Mit Bundeswirtschaftsminister Philipp Rösler (FDP) wolle er einen intensiven, ständigen Gedankenaustausch pflegen. In der Vergangenheit war es immer wieder zu Reibereien zwischen beiden Ministerien gekommen: „Ich möchten Ihnen und uns wochenlange Diskussionen ersparen, welcher Minister sich durchsetzt.“

          Am Freitag wird Altmaier das marode Atommülllager Asse bei Wolfenbüttel besuchen, um sich über einen drohenden massiven Verzug bei der Bergung radioaktiver Abfälle zu erkundigen. „Wir dürfen solche offenen Wunden in der Natur nicht einfach hinnehmen, vor allem wenn sie von Menschen verursacht worden sind.“ Im neuen Amt wolle er auf ein Höchstmaß an Transparenz setzen. Es gehe nicht um große Revolutionen, sondern um Fortschritte „Schritt für Schritt“.

          „Der Abschied von der Kernenergie ist endgültig“

          Trotz sinkender Wahlbeteiligung glaube er, dass es ein enormes politisches Interesse für Umweltthemen gebe. Altmaier ist Nachfolger von Norbert Röttgen, den Kanzlerin Angela Merkel nach seiner schweren Wahlniederlage als CDU-Spitzenkandidat in Nordrhein-Westfalen entlassen hatte. Röttgen hatte Atomausstieg und Energiewende maßgeblich mit angestoßen und auf den Weg gebracht.

          Altmaier sagte mit Blick auf Zweifler in eigenen Reihen, die Energiewende könne gelingen: „Wir dürfen keinen Zweifel daran lassen, dass wir diesen Weg gehen. Der Abschied von der Kernenergie ist definitiv und endgültig“, betonte der Bundesumweltminister.

          Weitere Themen

          Inflation jetzt auch beim Wumms

          Fraktur : Inflation jetzt auch beim Wumms

          Das doppelte Kanzlerwort hat uns ganz schön zusammenzucken lassen: Haben vielleicht wir die Pipelines in der Ostsee gesprengt?

          Topmeldungen

          Ein scharfer Schuss? Nein, nur Onomatopoesie.

          Fraktur : Inflation jetzt auch beim Wumms

          Das doppelte Kanzlerwort hat uns ganz schön zusammenzucken lassen: Haben vielleicht wir die Pipelines in der Ostsee gesprengt?

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Sie können bis zu 5 Newsletter gleichzeitig auswählen Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.