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Umgang mit der Pandemie : Wackelige Corona-Moral

In einem Berliner Corona-Testzentrum lässt ein Mann einen Abstrich machen. Bild: dpa

Nicht das Virus bestimmt, wann die Rückkehr zur Normalität endlich möglich wird – das Virus hat sich unwesentlich verändert. Es kommt auf die Bürger und deren Verhältnis zu den Corona-Regeln an.

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          Wissen wir gar nicht, was an Maßnahmen wirklich nötig ist, um die Pandemie über den Winter einzudämmen? Den Eindruck haben derzeit viele – und er wird ausgerechnet von denen als Vorwurf geäußert, die selbst das Nötige zu wissen glauben und die schon im Frühling eine vernachlässigenswerte Opferbilanz der damals erst beginnenden Pandemie vorgelegt haben.

          Inzwischen sind in die Covid-19-Sterberegister weltweit faktisch weit mehr als eine Million Menschen eingetragen. Jeder einzelne davon hinterlässt Dutzende Trauernde. Einzuschließen in die noch immer vorläufige Bilanz sind aber auch die ungezählten Überlebenden, von deren gesundheitlichem Schicksal die Ärzte bisher nur eine vage, ungute Ahnung haben. Deshalb gilt: Einen Grund, an der Gefährlichkeit des Virus zu zweifeln, zumindest für einen erheblichen Teil der Bevölkerung, gab es während der ersten Welle nicht – und sollte es heute noch viel weniger geben. Nach den Erfahrungen, die gegenwärtig insbesondere in europäischen Ländern gemacht werden, besteht aber genau darin das größte Risiko: die Krankheit wieder zu unterschätzen.

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