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Vom Superspreader zum Lockdown : Wie die Pandemie unsere Sprache verändert

Verschließt im Lockdown nicht eure Herzen: eine Leuchtreklame an einem Kino in Stuttgart Bild: dpa

Die Corona-Krise hat unsere Sprache verändert. Rund 1000 neue Begriffe sind dazugekommen. Fachvokabular ist plötzlich in aller Munde. Und die Pandemie begünstigt aus mehreren Gründen Anglizismen. Ein Überblick.

          3 Min.

          So schnell, wie das Coronavirus sich in Deutschland seit Beginn des Jahres ausgebreitet hat, infizierte es auch die Sprache. Rund 1000 neue Begriffe sind in diesem Jahr aufgetaucht, die im Zusammenhang mit der Pandemie stehen. Das gab unlängst das Mannheimer Leibniz-Institut für Deutsche Sprache bekannt, dessen Lexikographen Wortneuschöpfungen sammeln. Seit April haben sie ihre Neologismen-Liste online zugänglich gemacht. Nimmt man diese etwas genauer in Augenschein, so fallen zwei Dinge auf: Zum einen taucht seit dem Frühjahr ein umfangreicher Fachwortschatz in den Medien auf, den man zuvor nur in medizinischem Kontext fand.

          Maria Wiesner

          Redakteurin im Ressort Gesellschaft bei FAZ.NET.

          Völlig selbstverständlich gehen Politikern wie Virologinnen plötzlich Wörter wie Latenz, Reproduktionswert, Übersterblichkeit, Herdenschutz oder Triage über die Lippen. Bis Fachwörter jedoch in die Alltagssprache integriert werden, dauert es länger, was sich schon im Gespräch mit so manchen Großeltern zeigt, die trotz regelmäßiger Zeitungslektüre in ihrem Sprachgebrauch noch nicht zu Hobbyvirologen geworden sind.

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