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Die SPD und die Groko : Nur nicht übertreiben mit der Revolte!

Wann wir schreiten Seit‘ an Seit‘: Saskia Esken und Norbert Walter-Borjans Bild: Jens Gyarmaty

Saskia Esken und Norbert Walter-Borjans wollten eigentlich den Ausstieg aus der Koalition. Das haben sie schnell wieder aufgegeben. Aber wieso?

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          Am Samstag der vergangenen Woche war die Stimmung in der Hamburger SPD besonders gut. Der Heimatverband von Olaf Scholz nahm sich auf einem Landesparteitag vor, das Rathaus bei der Bürgerschaftswahl im Februar zu verteidigen. Die Genossen waren geeint und kampfstark. Das gute Gefühl währte aber nur fünf Stunden lang, dann gab es eine Niederlage zu verarbeiten. In der Berliner Parteizentrale wurde verkündet, dass Scholz den parteiinternen Wettkampf um den Parteivorsitz verloren hatte. Saskia Esken und Norbert Walter-Borjans siegten mit klarem Vorsprung bei der Mitgliederbefragung.

          Scholz war anzusehen, wie getroffen er war. Auch dem Siegerduo war kein Triumphgefühl anzumerken. Keiner von beiden riss die Hände hoch, um zu jubeln. „Bei aller Freude haben die gleich gemerkt, was sich da an ihre Schultern gehängt hat“, sagt ein Sozialdemokrat, der den Abend im Willy-Brandt-Haus miterlebte.

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