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Die SPD und die Arbeiter : Freunde mit Hackenstielen

Mehr als Zeche, Kirche, Stadion: das Ruhrgebiet, hier ein Sonnenuntergang über Bochum. Bild: dpa

Der SPD-Bundestagsabgeordnete Michael Gerdes war lange Bergmann: Wie denkt einer wie er, der mal unter Tage malocht hat, über seine Partei?

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          Es gab eine Zeit, in der war die SPD tatsächlich eine Arbeiterpartei. Im Bottrop der siebziger Jahre war das noch so, in einer Bergarbeiterstadt, in der man damals in manchen Ecken kaum atmen konnte. Mit 15 Jahren trat Michael Gerdes in die Partei ein. 45 Jahre ist das nun her, und Gerdes ist kein junger Juso mehr, sondern einer der „alten Garde“ in der SPD, Bundestagsabgeordneter. Als Jugendlicher, dessen erster politischer Kampf sich um den Erhalt einer Disco drehte, war für Gerdes klar, dass es diese Partei sein muss.

          Philip Eppelsheim
          Stellvertretender verantwortlicher Redakteur für Nachrichten und Politik Online.

          „Ich bin in meinem Elternhaus sozialdemokratisch geprägt worden. Mein Vater war SPD-Mann. Er war auch in der Partei. Meine Mutter später auch. Eine klassische Arbeiterfamilie eben.“ Auch der Großvater, er malochte in einer Kokerei, war Sozialdemokrat. „Er ist durch die furchtbaren Erfahrungen im Nationalsozialismus geprägt zur SPD gekommen und hat die Ideen dann in die Familie getragen.“ Für Gerdes gehörte die SPD also, wie für so viele andere in Bottrop, einfach zum Leben dazu. Und wie sein Großvater und sein Vater wurde auch er ein Arbeiter und Sozialdemokrat: Zwei Jahre nach der Partei kam der Bergbau, Gerdes arbeitete unter Tage.

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