https://www.faz.net/-gpf-9xkpk

Die neue SPD-Führung : Hundert Tage Einsamkeit

Ein herzlicher Empfang? Hamburgs Erster Bürgermeister Peter Tschentscher und die beiden SPD-Parteivorsitzenden Norbert Walter-Borjans und Saskia Esken im Februar. Bild: EPA

Die neue SPD-Spitze wollte alles anders machen. Nach 100 Tagen im Amt wird klar: Saskia Esken und Norbert Walter-Borjans suchen noch Anschluss, die Groko besteht weiterhin und für die Kanzlerkandidatur sind andere im Gespräch.

          5 Min.

          „Anderen gibt man 100 Tage. Wir hatten 100 Sekunden.“ So fasst die SPD-Vorsitzende Saskia Esken zusammen, was ihr in den vergangenen drei Monaten widerfahren ist, ihr und dem Mann an ihrer Seite, Norbert Walter-Borjans.

          Peter Carstens

          Politischer Korrespondent in Berlin

          Was Esken, eine bei Digitalpolitikern bekannte Bundestagsabgeordnete, mit den 100 Sekunden meinte, wurde schon auf dem Parteitag im vergangenen Dezember klar, der gut eine Woche nach dem Mitgliedervotum, das die beiden an die Spitze der SPD spülte, in Berlin stattfand. Dort hatte es keine 100 Minuten gedauert, ehe den beiden klar gemacht wurde, dass sie zwar vielleicht ein, zwei Zimmer im Willy-Brandt-Haus erobert hatten, aber keineswegs die Macht in der deutschen Restsozialdemokratie.

          Testen Sie unsere Angebote.
          Jetzt weiterlesen

          Testen Sie unsere Angebote.
          F.A.Z. PLUS:

            FAZ.NET komplett

          F.A.Z. PLUS:

            im F.A.Z. Digitalpaket

          : Aktion

          Diese und viele weitere Artikel lesen Sie mit F+

          Antrieb der Zukunft : Elektroautos retten das Klima nicht

          Mit welchem Antrieb wir in die Zukunft fahren, scheint politisch entschieden. Aber neue Untersuchungen nähren Zweifel. Demnach ist ein Elektroauto erst nach 219.000 Kilometern besser für das Klima. Der Plug-in-Hybrid ist erst recht kein Gewinn.
          Vor dem Mercedes-Benz-Museum in Stuttgart

          Daimler-Betriebsratschef sauer : „Die SPD-Spitze hat es nicht verstanden“

          Der Verzicht auf eine Kaufprämie für Autos mit Verbrennungsmotor treibt einen Keil zwischen Gewerkschaften und SPD. Die IG-Metall spricht von einem „massiven Vertrauensverlust“, Daimler-Betriebsratschef Brecht ist „stinksauer“. Die SPD schießt scharf zurück.