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Annalena Baerbock : Nicht nur die Frau an seiner Seite

Die Zeit zum Nachdenken wird knapper: Für Baerbock war es eine große Umstellung von der Landes- zur Spitzenpolitikerin. Bild: ddp Images

Habeck ist der Star, Baerbock kennt man kaum. Doch das wird sich in Zukunft ändern. Denn die neue Grünen-Vorsitzende hat selber Strahlkraft.

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          Als im Herbst eine Jamaika-Regierung sondiert wurde, saß da auch „die junge Frau Baerbock“, wie es in manchem Zeitungsbericht hieß. Sie ist zwar so alt wie Jens Spahn, Jahrgang 1980, doch ihr spitzbübisches Gesicht kannten die Journalisten noch nicht. Und auch die Führungspolitiker aus CDU und FDP lernten da eine neue Grüne kennen; eine, die ziemlich unideologisch verhandelt. Horst Seehofer war beeindruckt, was die alles weiß. Und Kretschmann war stolz auf den pragmatischen Nachwuchs.

          Livia Gerster

          Redakteurin in der Politik der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.

          Für Baerbock war es das erste Mal am Tisch mit den Schwergewichten, Merkel, Lindner und so weiter. Sie lernte zweierlei: Man kann eigentlich mit jedem reden. Und: Ob man sich auf etwas einigt, das hängt nicht von den Parteien ab, sondern von den Personen. Manchmal hängt es sogar nur an einzelnen Wörtern. Wörtern aus dem Grünen-Jargon, die andere einfach nicht kennen. „Queer“, zum Beispiel, wie sich Lesben, Schwule, Trans- und Anderssexuelle nennen. In der CDU hatte man das noch nicht gehört. „Was hat denn da in diesem Kapitel das Quere zu suchen!“, hieß es verzweifelt.

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