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Die Nacht der Entscheidung : Was nicht passt, wird nicht passend gemacht

Martin Schulz in der Nacht zum 6. Februar während der Koalitionsverhandlungen zwischen Union und SPD im Konrad-Adenauer-Haus in Berlin Bild: dpa

CDU, CSU und SPD haben erbittert verhandelt, Rücktrittsdrohungen inklusive. Doch als sie fertig waren, ging der Ärger erst los.

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          Am Dienstagnachmittag begann der härteste Teil der Koalitionsverhandlungen. Noch waren wichtige Sachfragen gar nicht gelöst, vor allem in der Gesundheitspolitik und im Arbeitsrecht. Doch wurde es Zeit, den machtpolitischen Kern zu erörtern: Wer bekommt welches Ministerium, und wie werden die Ministerien zugeschnitten? Was nun folgte, war Chefsache, also der Parteivorsitzenden und ihrer mächtigsten Stellvertreter, der Generalsekretäre und der Fraktionsvorsitzenden, insgesamt 15 Personen. Mal traf sich dieser Kreis, die 15er-Runde, dann wieder sprachen nur die Parteivorsitzenden oder die Parteiteams voneinander getrennt. Ort des Geschehens: das Konrad-Adenauer-Haus, die CDU-Zentrale.

          Thomas Gutschker

          Politischer Korrespondent für die Europäische Union, die Nato und die Benelux-Länder mit Sitz in Brüssel.

          Frank Pergande

          Politischer Korrespondent der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung in Berlin.

          Um 16 Uhr setzten sich die Partei- und Fraktionsvorsitzenden zusammen. Martin Schulz begann mit einer klaren Ansage: Er verlangte sechs Ministerien für die SPD, davon drei große: Finanzen, Außen, Arbeit und Soziales. Das sei nicht verhandelbar, sagte Schulz, denn nur mit diesen Ressorts könne er vor die Basis treten und glaubhaft machen, dass er die Inhalte des Koalitionsvertrags auch durchsetzen werde. Das war die Drohung mit dem Mitgliederentscheid, von dem am Ende alles abhängen würde.

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