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Die Linke vor dem Parteitag : Kämpfen um ein bisschen Macht

Janine Wissler und Susanne Hennig-Wellsow im September 2020 auf dem Landesparteitag in Thüringen Bild: dpa

Die Linke wählt am Wochenende ein neues Führungsduo. Gegenkandidaten gibt es nicht. Doch die Spitzen von Partei und Fraktion sind weiter verfeindet.

          5 Min.

          Die Linke wird an diesem Freitag und Samstag dem Vorbild der CDU folgen. Denn nachdem sie ihren Bundesparteitag wegen Corona zweimal verschoben hatte, findet er nun online statt. Wie die CDU wählt die Linke ihre neue Führung rein digital und bestätigt sie dann schriftlich per Briefwahl. So verlangt es das Parteiengesetz.

          Markus Wehner

          Politischer Korrespondent in Berlin.

          Anders als bei der CDU, bei der es eine Kampfabstimmung zwischen erst drei, dann zwei Kandidaten gab, können sich die 600 Delegierten der Linken die Wahl ihrer neuen Vorsitzenden leichtmachen. Ein Führungsduo wird es geben, die beiden Kandidatinnen können mit einer breiten Mehrheit rechnen: Die 39 Jahre alte Janine Wissler aus Hessen steht für das linke regierungskritische Lager, die 43 Jahre alte Susanne Hennig-Wellsow aus Thüringen für die regierungsfreundlichen Pragmatiker, die ein Mitte-links-Bündnis mit der SPD und den Grünen anstreben. Aussichtsreiche Gegenkandidaten gibt es nicht. Für eine Partei, die seit Jahren heillos zerstritten ist, eine geradezu außergewöhnliche Harmonie. Doch der Schein trügt.

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