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„Die Linke“ : Lafontaine kandidiert für den Vorsitz

  • Aktualisiert am

WASG-Kandidat für „Linke”-Vorsitz: Oskar Lafontaine Bild: AP

Nach dem klaren Fusionsvotum von Linkspartei/PDS und WASG strebt der frühere SPD-Vorsitzende den Vorsitz der neuen Partei „Die Linke“ an. Er wolle die Partei, deren Zusammenschluss im Juni vollzogen wird, gemeinsam mit Linkspartei-Chef Bisky führen, sagte Lafontaine.

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          Nach dem klaren Fusionsvotum von Linkspartei/PDS und WASG hat der frühere SPD-Vorsitzende Oskar Lafontaine seine Kandidatur für den Vorsitz der neuen Partei „Die Linke“ angekündigt. Er wolle gemeinsam mit Linkspartei-Chef Lothar Bisky für den Parteivorsitz kandidieren, sagte Lafontaine am Sonntag in Berlin.

          „Nach der großen Zustimmung für die neue Linke bei der Urabstimmung ist klar, dass die Fusion gelingen wird“, sagte Lafontaine, der seit Herbst 2005 gemeinsam mit Gregor Gysi Vorsitzender der Linksfraktion im Bundestag ist. Die Linke müsse jetzt auch im Westen Deutschland „an Breite gewinnen“, sagte Lafontaine weiter. Die neue Partei werde alles daran setzen, „dass in Deutschland wieder mehr soziale Gerechtigkeit herrscht“.

          WASG forderte zur Kandidatur auf

          Zuvor hatte die Wahlalternative Arbeit und Soziale Gerechtigkeit (WASG) am Sonntag Lafontaine aufgefordert, für die WASG als einer der beiden Vorsitzenden der neuen Partei zu kandidieren. „Oskar Lafontaine ist seinen Zielen und Idealen immer treu geblieben ist. Als ehemaliger Bürgermeister, Ministerpräsident, Bundesminister und Parteivorsitzender ist er einer der erfahrensten und profiliertesten linken Politiker dieses Landes“, erklärte WASG-Vorstandsmitglied Klaus Ernst.

          Offiziell vollzogen werden soll der Zusammenschluss zur neuen Partei „Die Linke“ auf dem Gründungsparteitag am 16. Juni in Berlin. Dort werden auch die neuen Vorsitzenden gewählt. Davor gibt es am 15. Juni letzte getrennte Parteitage, auf denen die Kandidaten für den künftigen Parteivorstand nominiert werden sollen.

          Unterdessen zeichnet sich nach der Bürgerschaftswahl in Bremen laut einer Umfrage in weiteren Bundesländern ein Linksruck ab. Die Zeitung „Bild am Sonntag“ berichtete unter Berufung auf eine Emnid-Erhebung, die CDU verzeichne in Thüringen, Hessen und dem Saarland dramatische Verluste. Zugleich gewinne die Linkspartei/PDS erheblich an Zuspruch.

          Im Saarland kommt die Linkspartei, die mit Spitzenkandidat Oskar Lafontaine bei der Landtagswahl 2009 erstmals antreten will, dem Blatt zufolge derzeit auf 13 Prozent. (Sieh auch: Kommentar: Lafontaine auf der Siegerstraße sowie Allensbach-Umfrage: Im Bund liegt die Union vorn)

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