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Neuer Rekord : Die Grünen haben jetzt mehr als 80.000 Mitglieder

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Immer mehr Menschen möchten sich bei den Grünen einbringen (Symbolbild). Bild: dpa

Die Grünen sind weiter im Aufwind. Nun vermeldet die Partei ein neues Rekordhoch bei den Mitgliederzahlen. Deshalb schon von einem möglichen grünen Kanzler zu sprechen, sei aber „Größenwahn“.

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          Die Grünen befinden sich nicht nur in einem anhaltenden Umfragehoch, sondern können auch einen neuen Mitgliederrekord verbuchen: Die Partei hat inzwischen mehr als 80.000 Mitglieder, wie Bundesgeschäftsführer Michael Kellner der „Süddeutschen Zeitung“ vom Freitag sagte. „Wir registrieren eine wahnsinnige Mobilisierung und einen Riesenzustrom“.

          Anders als etwa bei der SPD, wo der Altersschnitt der Parteimitglieder inzwischen bei 60 Jahren liege, sinke bei den Grünen das Durchschnittsalter, sagte Kellner weiter. „Wir sind die jüngste Partei in Deutschland. Und wir werden durch unsere Neumitglieder jünger“, sagte der Grünen-Bundesgeschäftsführer. Das Durchschnittsalter der Grünen-Parteimitglieder liege derzeit bei 49 Jahren, der Frauenanteil bei 43,2 Prozent. Damit ist die Quote den Angaben zufolge deutlich höher als bei CDU und SPD.

          Trotz des erfreulichen Trends in seiner Partei warnte Kellner vor Selbstzufriedenheit. „Wir wissen sehr genau, dass wir immer wieder um Zustimmung werben müssen.“ Auch die guten Prognosen für die Europawahl seien für seine Partei kein Grund sich zurückzulehnen. „Meine Sorge ist, dass alle denken: ’Den Grünen geht’s so gut. Da brauchen wir nicht zur Wahl zu gehen.‘“

          Die Partei müsse sich „noch sehr anstrengen, ein starkes Ergebnis zu erkämpfen“. Eine Kanzlerdebatte über den Grünen-Chef Robert Habeck lehnten die Grünen ab: „Das wäre genau dieser Größenwahn, den wir vermeiden wollen.“ Die Bundestagsfraktion der Grünen beriet am Freitag auf einer Klausursitzung in Potsdam über ihre künftige Arbeit.

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