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Beziehung zum Altkanzler : So eng waren Gerhard Schröder und die SPD

Nur in kleinen Sälen: Schröder mit Kanzlerkandidat Steinmeier 2009 im Wahlkampf Bild: ddp

Plötzlich will in der SPD kaum jemand mehr etwas mit Altkanzler Gerhard Schröder zu tun haben. Sogar rausschmeißen will man ihn. Dabei hat man sich in der Partei viele Jahre nicht sonderlich an seinen Russlandgeschäften gestört. Man fand sogar: „Da ist Schröder rehabilitiert.“

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          So weit, wie Moskau von Berlin entfernt ist, so weit in etwa gehen jetzt SPD-Politiker auf Abstand zu Gerhard Schröder. Spätestens nach seinem Interview mit der „New York Times“ war die Geduld zu Ende. Darin hatte Schröder Ende April gefordert, die Beziehungen zu Russland trotz des Angriffskrieges aufrechtzuerhalten. „Was ich Ihnen sagen kann, ist, dass Putin daran interessiert ist, den Krieg zu beenden. Aber das ist nicht so leicht. Da gibt es ein paar Punkte, die geklärt werden müssen.“

          Mona Jaeger
          Stellvertretende verantwortliche Redakteurin für Nachrichten und Politik Online.

          Zu den mutmaßlichen Kriegsverbrechen russischer Soldaten in Butscha sagte Schröder: „Das muss untersucht werden.“ Er glaube aber nicht, dass die Befehle von Putin gekommen seien, sondern von niedrigeren Stellen.

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