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Die Deutschen entscheiden : Wie hart der Winter wird

Wir sind alle Entscheider – auch eine Barkeeperin und ihre Kundschaft im Hamburger Schanzenviertel. Bild: dpa

Ob die Corona-Krise unter Kontrolle bleibt, entscheidet nicht allein die Politik. Bürgern jeden Alters muss klar werden, was auf dem Spiel steht.

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          Das Virus breitet sich wieder aus, auch in Deutschland. Es ist nicht weniger gefährlich als im Frühjahr. Müssen deshalb die Wirtschaft und das öffentliche Leben so brutal heruntergefahren werden wie vor einem halben Jahr?

          Es gibt weniger drastische Maßnahmen, um die Infektionsketten zu unterbrechen. Doch müssen sie ohne Zeitverzug ergriffen, durchgesetzt und kontrolliert werden. Bund, Länder und Kommunen folgen, bei allen Unterschieden im Detail, diesem Plan. Dem diente auch die Konferenz der Kanzlerin mit den Stadtoberhäuptern. In der Tat wird schon in den nächsten Wochen entschieden, wie hart der erste Covid-Winter in Deutschland ausfällt.

          Entscheider sind aber nicht nur die Politiker, sondern alle Deutschen. Sieht die große Mehrheit ein, dass das Maskentragen, dass Sperrstunden und Alkoholverbote die deutlich kleineren Übel sind, verglichen mit einem abermaligen „Lockdown“, der verheerende Folgen hätte?

          Offenbar ist es vielen Deutschen und hier lebenden Ausländern noch nicht ausreichend bewusst, was bei einer unkontrollierten Verbreitung des Virus auf dem Spiel steht. Es ist erstaunlich, wie groß das Maß an Kurzsichtigkeit, Gleichgültigkeit und Egoismus ist, das sich im Verhalten vieler Menschen zeigt, oft der jüngeren.

          Nicht weniger verantwortungslos handeln die älteren Semester, die immer noch die Mär verbreiten, es gehe der Politik nicht um die Bekämpfung eines (harmlosen oder nicht existierenden) Virus, sondern um die Unterdrückung der Bürger.

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