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Sorge vor Delta-Variante : Wettlauf mit dem Virus

  • -Aktualisiert am

Die Delta-Variante wütet in Indien: Menschen in der Stadt Balurghat warten vor einem Krankenhaus auf eine Impfung. Bild: dpa

Die Inzidenzwerte fallen deutlich. Doch die gefährliche Delta-Variante des Coronavirus besorgt die Virologen. Deutlich mehr Zweitimpfungen sind notwendig, um eine vierte Corona-Welle abzuflachen.

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          Die Inzidenzwerte sind bundesweit weiter auf dem Weg in die Einstelligkeit. Die Masken fallen auf Straßen und Plätzen, und vor Biergärten stehen die Leute Schlange, um einen Platz zu ergattern. Es könnte ein herrlicher, fast unbeschwerter Sommer wie schon im vergangenen Jahr werden, als die erste Corona-Welle erfolgreich gebrochen wurde. Wenn da nur nicht die tückische, aus Indien stammende, hochinfektiöse Delta-Mutante wäre. Im Dezember hatte schon die weniger gefährliche britische Alpha-Variante alle optimistischen Öffnungspläne der Bundesregierung zu Makulatur werden lassen.

          Nicht ob, sondern „wann und unter welchen Bedingungen“ die Delta-Variante die dominierende Form des Erregers sein werde, sei die Frage, sagt der Präsident des Robert-Koch-Instituts, Lothar Wieler. Er sieht mit Sorge nach Großbritannien, wo sich die Delta-Variante besonders unter Jüngeren rasant ausbreitet, trotz einer Mehrheit von Erstgeimpften.

          Anders als im Winter ließe sich eine vierte Welle jedoch zumindest stark abflachen, wenn bis zum Ende des Sommers die Quote der wirksam geschützten Zweitgeimpften deutlich stärker steigt als derzeit. Und wie im Frühjahr hängt der Sieg in diesem Wettlauf mit dem Virus vom Nachschub an Impfstoff ab. Der CureVac-Flop und der Lieferausfall beim Hersteller Johnson & Johnson erschweren das Rennen gegen die Zeit. Auch das flächendeckende Lockern vieler Corona-Einschränkungen könnte sich im Herbst noch rächen.

          Thomas Holl
          Redakteur in der Politik.

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