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Definition Umstritten : Genügt ein ärztliches Attest zum dritten Geschlecht?

männlich, weiblich, intersexuell Bild: dpa

Seit Anfang dieses Jahres ist es amtlich: Das dritte Geschlecht wurde in das Personenstandsgesetz integriert. Doch wie können sich transidente Menschen die Einführung des dritten Geschlechts zunutze machen?

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          Wie wird Geschlechtlichkeit bestimmt – und von wem? An diesen Fragen scheiden sich die Geister schon lange. Entsprechend groß war der Wirbel um die Einführung des dritten Geschlechts, das seit Anfang dieses Jahres durch eine Änderung des Personenstandsgesetzes amtlich ist. Das geänderte Gesetz soll ausschließlich intersexuellen Menschen dienen, die aus biologischer Sicht weder eindeutig männlich noch weiblich sind. Für Personen, die sich aufgrund ihres subjektiven Empfindens einem bestimmten Geschlecht zuordnen, ist die Neuregelung nicht gedacht. Allerdings haben einige Betroffene aus dieser Gruppe das Gesetz für sich nutzen können, weil es eine unscharfe Formulierung enthält. Umso größer ist nun die Verwirrung.

          Tobias Schrörs
          Politikredakteur.

          Wie kam es dazu? Das Personenstandsgesetz wurde geändert, weil das Bundesverfassungsgericht es für verfassungswidrig erklärt hatte, dass die Geschlechtsangabe offengelassen werden musste, wenn ein Kind bei der Geburt weder dem weiblichen noch dem männlichen Geschlecht zugeordnet werden konnte. Eine dritte Option musste her. Also hat der Bundestag eine entsprechende Gesetzesänderung beschlossen, die unter Federführung des Bundesinnenministeriums (BMI) erarbeitet worden war. Kritiker warfen dem BMI vor, sich mit einer Minimallösung begnügt zu haben. Denn das geänderte Gesetz soll ausschließlich intersexuellen Menschen dienen, die aufgrund körperlicher Abweichungen nicht eindeutig als Mann oder Frau bestimmt werden können.

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