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Kommentar : Die CDU braucht eine programmatische Auffrischung

Wo sind die konservativen Ideen?: Das CDU-Präsidium beim Parteitag im Dezember 2016 in Essen Bild: Maximilian von Lachner

Die Union bräuchte mehr als eine personelle Erneuerung, denn sie hat sich in der jüngeren Vergangenheit eher als Zeitgeist-Surferin hervorgetan.

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          Mit dem Begriff „konservativ“ können offensichtlich viele in der in der Führung der CDU nicht allzu viel anfangen; die Parteivorsitzende und Bundeskanzlerin erst recht nicht. Doch neben einer Verjüngung in der Spitze – als ob das Alter allein ein Qualitätsmerkmal wäre – und dem (illusionären) Wunsch einer geordneten, reibungslosen Nachfolgeregelung braucht die Partei nicht zuletzt eine programmatische Auffrischung.

          Die kann gewiss nicht darin liegen, die AfD nun irgendwie überholen zu wollen, nachdem man die Unionsklientel jahrelang vernachlässigt hatte. Aber ob man überzeugend mit dem „christlichen Menschenbild“ punkten kann, bleibt abzuwarten. Zunächst ist der Bezug darauf durchaus eine konservative Haltung. Und dann müsste man das auf den verschiedenen Politikfeldern mit Leben füllen.

          Doch hat sich die Union, blickt man etwa auf den Schutz des Lebens, der Heimat oder den von Ehe und Familie, eher als Zeitgeist-Surferin hervorgetan. Die Grünen wirkten bisweilen auch auf diesen Feldern glaubwürdiger. Und so landet man irgendwann dann wieder bei den Personen.

          Reinhard Müller
          Verantwortlicher Redakteur für „Zeitgeschehen“ und F.A.Z. Einspruch, zuständig für „Staat und Recht“.

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