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Die AfD und der Fall AKK : Das Ziel bleibt Merkel

Sie will die AfD loswerden: Bundeskanzlerin Angela Merkel Bild: EPA

Die AfD begrüßt den Rückzug Annegret Kramp-Karrenbauers. Doch damit gibt sich die Partei nicht zufrieden. Im Visier bleibt: Angela Merkel. Gegen die Kanzlerin will sie den finalen „Punch“ setzen.

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          Zu groß wollte die AfD den Jubel über den Rückzug Annegret Kramp-Karrenbauers am Montag nicht aussehen lassen. Dabei hat die Partei durch ihr taktisches Wahlmanöver in Thüringen einen Prozess ausgelöst, der die schon angeschlagene CDU-Vorsitzende zum Aufgeben zwang. Der angekündigte Rücktritt Kramp-Karrenbauers sei „folgerichtig und auch notwendig“, sagte der AfD-Vorsitzende Jörg Meuthen der F.A.Z.

          Markus Wehner

          Politischer Korrespondent in Berlin.

          Auch Alexander Gauland, der AfD-Fraktionsvorsitzende im Bundestag, begrüßte die Entscheidung der CDU-Vorsitzenden. Ihre Linie der „Ausgrenzung gegenüber unserer demokratischen Bürgerpartei“ habe sich nicht durchsetzen können, vielmehr habe die Vorsitzende Kramp-Karrenbauer die CDU mit diesem Ausgrenzungskurs ins Chaos gestürzt. Es sei „völlig unsinnig und realitätsfern, auf Dauer nicht mit der AfD zusammenarbeiten zu wollen“, sagte Gauland. In seinem Anliegen, seiner früheren Partei CDU möglichst großen Schaden zuzufügen, ist der Mitbegründer der AfD jedenfalls schon weit gekommen.

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