https://www.faz.net/aktuell/politik/inland/die-afd-und-der-antisemitismus-israels-falsche-freunde-16605456.html

Die AfD und der Antisemitismus : Israels falsche Freunde

AfD-Fraktionsvorsitzende Weidel, Gauland: Nach außen präsentiert sich die Partei gern als Israels größter Verbündeter- Bild: dpa

Antisemitische Äußerungen gibt es oft in der AfD. Zugleich präsentiert sich die Partei gern als Israels treuester Verbündeter. Wie wird sich die Fraktion bei der Rede des israelischen Präsidenten im Bundestag verhalten?

          6 Min.

          Die Einträge sind eindeutig. „Schluss mit dem Gejammer“, „Es reicht“, „Wir haben mit dem Scheiß nix zu tun“, „Ich kann es nicht mehr hören“, „Müll“. Manche Kommentatoren werden noch deutlicher: „Immer diese Gelaber über die Juden, ich kann diesen Rotz nicht mehr hören.“ Oder: „Das ist von den Juden so gewollt, sie sind die Staatsmacht.“ Oder: „Sollte mal verboten werden, immer von Neuem zu erinnern.“ Oder: „Den Holocaust gab’s doch gar nicht.“

          Markus Wehner
          Politischer Korrespondent in Berlin.

          Solche Sätze lassen sich auf der Facebook-Seite der AfD hundertfach finden. Es sind Reaktionen der Anhänger der Partei auf eine Erklärung ihrer Parteivorsitzenden Jörg Meuthen und Tino Chrupalla zum 75. Jahrestag der Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz am Montag. Sie hatten geschrieben· „Auschwitz steht wie kein anderer Ort für den Holocaust, den industriellen Massenmord an den europäischen Juden, begangen durch die Nationalsozialisten. Am 27. Januar gedenken wir aller Menschen, die durch das verbrecherische NS-Regime ermordet wurden. Ihr Leid darf niemals vergessen werden.“

          Testen Sie unser Angebot.
          Jetzt weiterlesen.
          Testen Sie unsere Angebote.
          F.A.Z. PLUS:

            FAZ.NET komplett

          Diese und viele weitere Artikel lesen Sie mit F+
          Nicht mehr ganz so glänzend: Neue Tesla-Autos in der staubigen Grünheider Landschaft

          Tesla-Fabrik in Grünheide : Nicht mehr ganz so Giga

          Die Produktion stockt, die Personalsuche auch: Bei Tesla läuft es nicht rund. Jetzt formiert sich auch noch Widerstand gegen die Erweiterung des Werks, denn der Wald, der dort jetzt steht, war nie als Gewerbefläche gedacht.
          Verletzte sich auf dem von vielen Reitern gelobten Kurs: Allstar, hier mit Reiterin Rosalind Canter

          Chaos bei Reit-Veranstaltung : Blut und Tränen

          Ein totes Pferd sorgt für Bestürzung beim CHIO in Aachen, dem eigentlich größten Fest der Reiterei. Auch um die deutsche Dressur-Größe Isabell Werth gibt es reichlich Wirbel.
          Betrügerisch und böse: Leonardo DiCaprios Filmfigur in „The Wolf of Wall Street“ basiert auf dem echten Börsenmakler Jordan Belfort.

          Geschlechtergerechtigkeit : Männer kosten ein Vermögen

          Wie Männer sich verhalten, ist für die Gesellschaft irre teuer. Ein Männerberater beziffert die volkswirtschaftlichen Kosten typisch männlicher Verhaltensweisen auf über 63 Milliarden Euro im Jahr. Trotzdem sind Männer auch für etwas gut.