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Proteste gegen Energiepreise : Ostdeutscher Unmut

  • -Aktualisiert am

Demonstration in Magdeburg Bild: dpa

Vor allem in Ostdeutschland wächst der Zorn über steigende Energiepreise und den Kurs der Regierung im Ukrainekrieg. Von dieser Stimmung profitiert wieder einmal eine bestimmte Partei.

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          Nicht nur in Frankreich, wo soziale Proteste mit flächendeckenden Streiks zur nationalen Folklore gehören, auch für andere Regierungen in Europa dürfte es noch ungemütlicher als ohnehin schon werden. Eine nunmehr zweistellige Inflationsrate verstärkt die Sorge vieler Bürger vor dem wirtschaftlichen Abstieg durch kaum noch bezahlbare Energiepreise.

          Vor allem in Ostdeutschland wächst der Unmut, artikuliert sich auf Straßen und Marktplätzen. Ein Unmut, für den auch der Beauftragte der Bundesregierung für Ostdeutschland, Carsten Schneider, Verständnis zeigt.

          Angesichts der Gas- und Stromrechnungen stünden vielen „die Schweißperlen auf der Stirn“, sagt der Thüringer SPD-Politiker. Die fast täglichen Demonstrationen wie in Magdeburg oder Chemnitz sehe er auch als Ventil für die Menschen, die um ihre Existenz bangten. Schneiders Appell, sie sollten bitte „sensibel“ sein, wem sie hinterherliefen, mutet hilflos an.

          In Brandenburg etwa profitiert die AfD in Umfragen von dem planlos wirkenden Agieren der Ampel bei den Entlastungspaketen. Auch der in Ostdeutschland besonders unpopuläre Kurs Berlins im Ukrainekrieg trägt dazu bei. ­Sachsens CDU-Ministerpräsident Kretschmer hat diese Stimmung jüngst abermals aufgegriffen. Verhandlungen mit Russland und Ende der Sanktionen als Ziel, lautet sein Mantra. Auch Putin hört das gern.

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