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„Deutschlandtrend“-Umfrage : Steinmeier beliebter als Merkel

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Einer hat die Nase vorn: Angela Merkel mit Sigmar Gabriel und Frank-Walter Steinmeier Bild: AFP

In einer aktuellen Umfrage hat Bundeskanzlerin Merkel erstmals seit zwei Jahren die Position als beliebtester Politiker des Landes verloren. Die AfD hätte dem ARD-„Deutschlandtrend“ zufolge gute Chancen auf den Einzug ins europäische Parlament.

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          Erstmals seit zwei Jahren muss Bundeskanzlerin Angela Merkel ihren Platz an der Spitze der Liste der beliebtesten Politiker im ARD-„Deutschlandtrend“ räumen. Außenminister Frank-Walter Steinmeier holte im Januar im Vergleich zum Vormonat 17 Punkte auf und landete damit auf Platz eins: 70 Prozent sind mit seiner politischen Arbeit zufrieden oder sehr zufrieden.

          Merkel rutschte trotz eines Zuwachses von einem Punkt mit 69 Prozent Zustimmung auf den zweiten Platz. Ihr folgt Finanzminister Wolfgang Schäuble mit 68 Prozent Zustimmung (plus zwei) auf Platz drei. Innenminister Thomas de Maiziere legte um zwei Punkte zu und erreichte 49 Prozent. Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel verlor zwei Punkte und kam ebenfalls auf 49 Prozent.

          AfD mit guten Chancen auf Einzug ins EU-Parlament

          Die eurokritische Alternative für Deutschland (AfD) hat der Umfrage zufolge gute Chancen, bei der Europawahl im Mai ins EU-Parlament einzuziehen. Die AfD würde - wäre die Wahl am Sonntag - mit sechs Prozent der Stimmen die geforderte Drei-Prozent-Hürde deutlich überspringen. Auch die FDP käme mit vier Prozent in das EU-Parlament.

          Die Union wäre mit 38 Prozent stärkste Kraft bei den deutschen Wählern, die SPD läge bei 29 Prozent. Für die Grünen würden zehn Prozent stimmen, die Linke könnte acht Prozent der Stimmen verbuchen. Für den repräsentativen „Deutschlandtrend“ befragte Infratest dimap im Auftrag der ARD-„Tagesthemen“ Anfang Februar 1008 Wahlberechtigte in Deutschland.

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