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Deutschland und Polen : Uneinigkeit über Fischsterben

„Durch menschliche Aktivitäten verursachte Umweltkatastrophe“: Bundesumweltministerin Steffi Lemke setzt andere Akzente als die polnische Seite. Bild: dpa

Warschau bezeichnet von Berlin abgelehnte Baumaßnahmen an der Oder als Wiederherstellung von natürlichem Abfluss. Für Umweltministerin Lemke stehen sie „einer erfolgreichen Regeneration entgegen“.

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          Nach Vorlage der Expertenberichte zum Fischsterben in der Oder zeigen sich zwischen der deutschen und der polnischen Seite deutliche Differenzen. Zwar werden die Zusammenhänge, die im Sommer zum Sterben von Fischen, Muscheln, Krebsen und Schnecken in dem Grenzfluss führten, von deutschen und polnischen Fachleuten im Wesentlichen gleich bewertet.

          Katja Gelinsky
          Wirtschaftskorrespondentin in Berlin
          Gerhard Gnauck
          Politischer Korrespondent für Polen, die Ukraine, Estland, Lettland und Litauen mit Sitz in Warschau.

          Als wahrscheinlichste Ursache gilt das Zusammenwirken von Salzeinleitungen und massiver Vermehrung der giftigen Brackwasseralge Prymnesium parvum in dem durch niedrigen Wasserstand und Sommerhitze ohnehin belasteten Fluss. „Mangels verfügbarer Informationen“ hätten die deutschen Fachleute allerdings nicht klären können, „was die Ursache für den unnatürlich hohen Salzgehalt in der Oder war“, heißt es in der Mitteilung des Bundesumweltministeriums und des Umweltbundesamts.

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