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Stadt- und Landleben : Ein Land, zwei Welten

  • -Aktualisiert am

Blick von der Wehrstraße, am Ortsrand von Oberrad, über die Gemüsefelder mit Traktor, hinweg in Richtung Frankfurter Innenstadt und Hochhaus-Skyline (Archivbild) Bild: Wolfgang Eilmes

Die deutsche Gesellschaft driftet auseinander. Nicht nur räumlich, auch weltanschaulich. Von einem bestimmten Punkt an wird das gefährlich.

          Stadtluft macht high. Die Kulturinteressierten schätzen die Theaterauswahl, die Jugendlichen bevölkern die Modeläden, die Studenten genießen die Kneipenszene. Und die Banker und Anwälte, die drei Sprachen sprechen und teuren Wein trinken, erfreuen sich an dem abwechslungsreichen und aufregenden Leben. Der Duft der Stadt lockt viele an. Das war schon früher so. Doch derzeit übt die Stadt eine besondere Anziehungskraft aus. Zwischen 2005 und 2015 wuchs die Bevölkerung der 77 Großstädte (von 100.000 Einwohnern an) in Deutschland um 1,4 Millionen Menschen. Aber ein Drittel aller Mittelstädte, in denen zwischen 20.000 und 100.000 Einwohner leben, schrumpfte. Und jede zweite Kleinstadt verlor Bürger.

          Doch Deutschland verändert sich nicht nur, was die Zahlen angeht. Es bewegt sich etwas: Die Bevölkerungsgruppen entfernen sich voneinander. Denn in die Großstädte ziehen die Jungen, die Gutausgebildeten und die Migranten. Beispiel Frankfurt: Mehr als die Hälfte der Bürger hat ausländische Wurzeln, die Stadt bietet aber auch die zweithöchsten Gehälter in der Bundesrepublik. Ähnlich ist es in München. Die zugezogenen Migranten können meist finanziell gar nicht an den Verlockungen der Großstadt teilhaben, aber sie finden Anschluss bei Landsleuten. Sie leben häufig in einer urbanen Parallelwelt; die Gutbetuchten allerdings auch. Die Stadt verliert an Vielfalt, für die sie früher einmal berühmt war.

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          Mona Jaeger

          Redakteurin in der Politik.

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