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Deutschland : Mehr Zuwanderung als je zuvor

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Die Zuwanderung stieg im vergangenen Jahr vor allem bei Flüchtlingen aus Ländern wie Syrien und Afghanistan. Bild: dpa

Im vergangenen Jahr sind mehr als zwei Millionen Menschen nach Deutschland gekommen. Aber auch die Zahl der Auswanderer war so hoch wie nie zuvor.

          Die Zuwanderung nach Deutschland hat im vergangenen Jahr einen Höchststand erreicht. 2,137 Millionen Menschen zogen in die Bundesrepublik, wie das Statistische Bundesamt am Donnerstag in Wiesbaden mitteilte. Das waren 672.000 Zuzüge (46 Prozent) mehr als im Jahr 2014. Insgesamt 998.000 Personen verließen das Land, 83.000 (neun Prozent) mehr als im Vorjahr. Damit ergibt sich ein Wanderungsüberschuss von 1,139 Millionen Menschen - ein Rekord seit Bestehen der Bundesrepublik, wie sich aus vorläufigen Ergebnissen der Statistiker ergibt.

          Rund 45 Prozent der Zugewanderten waren den Angaben zufolge EU-Bürger, 13 Prozent hatten die Staatsangehörigkeit anderer europäischer Länder. 30 Prozent hatten den Pass eines asiatischen Staates, fünf Prozent eines afrikanischen Landes.

          Beim Wanderungsüberschuss - also der Differenz aus Zu- und Fortzügen - ergibt sich ein etwas anderes Bild. Den größten Anteil hatten dort mit 47 Prozent Bürger asiatischer Staaten. Der Überschuss stieg vor allem bei Syrern (von 66.000 auf 298.000), Afghanen (von 11.000 auf 80.000), Irakern (von 4000 auf 60.000) und Pakistanern (von 7.000 auf 20.000)

          Die Zuzüge aus europäischen Ländern hatten einen Anteil von 27 Prozent am Wanderungsüberschuss. Eine deutliche Zunahme verzeichneten die Statistiker für Albaner (von 12.000 auf 47.000), Rumänen (von 80.000 auf 92.000), Kroaten (von 25.000 auf 40.000) und Bulgaren (von 35.000 auf 40.000). Zugleich ging der Wanderungsüberschuss für serbische Staatsangehörige von 15.000 auf 7000 zurück.

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