https://www.faz.net/-gpf-9i80k

Schutz der Nato-Ostflanke : Deutschland übernimmt Führung der Nato-Speerspitze

  • Aktualisiert am

Soldaten des Deutschen Heeres präsentieren sich am 12. Oktober bei einer Übung in Munster. Bild: EPA

Wenn die Nato 2019 umgehend Truppen losschicken müsste, stünden deutsche Soldaten an vorderster Front. Vom 1. Januar ist die Bundeswehr für die schnelle Eingreiftruppe des Bündnisses verantwortlich.

          1 Min.

          Die Bundeswehr übernimmt am Dienstag die Führung der superschnellen Eingreiftruppe der Nato. Nach Angaben des Verteidigungsministeriums in Berlin bestehen die Landstreitkräfte der sogenannten Speerspitze des Militärbündnisses 2019 aus rund 8000 Soldaten. Das deutsche Heer stellt rund 4000 davon, hinzu kommen noch etwa 1000 Kräfte anderer Teilstreitkräfte und Organisationsbereiche. Weitere Soldaten stellen Bündnispartner wie Frankreich, die Niederlande und Norwegen.

          Die offiziell VJTF (Very High Readiness Joint Task Force) genannte Speerspitze der Nato wurde im Zuge der Ukraine-Krise aufgestellt und ist seitdem ein Element der Abschreckungsstrategie gegen Russland. Ihre Besonderheit ist der hohe Bereitschaftsgrad. So müssen erste Kräfte innerhalb von höchstens 72 Stunden verlegbar sein, alle anderen in fünf bis sieben Tagen. Für die Soldaten bedeutet das zum Beispiel, dass sie sich innerhalb ihrer Bereitschaftszeiten nicht weit vom Dienstort entfernen dürfen.

          Den deutschen Leitverband der VJTF stellt die Panzerlehrbrigade 9 aus Munster (Niedersachen), die ihre Fähigkeiten im Herbst bereits bei der Nato-Großübung Trident Juncture in Norwegen unter Beweis stellen musste. Sie wird bei ihrer Aufgabe durch Kräfte aus anderen Großverbänden des Heeres und Kräften der Streitkräftebasis, des Zentralen Sanitätsdienstes und Kräfte des neu aufgestellten Organisationsbereiches Cyber- und Informationsraum verstärkt.

          Um die Last der hohen Bereitschaft zu verteilen, werden die Soldaten für die VJTF-Brigade jedes Jahr von anderen Nationen gestellt. 2018 steuerte so Italien den Großteil der Kräfte bei, 2020 wird es Polen sein. Deutschland war 2015 maßgeblich am Aufbau der VJTF beteiligt gewesen.

          Die VJTF ist Teil der bereits länger bestehenden Nato-Krisenreaktionstruppe NRF (Nato Response Force), die künftig rund 40.000 Soldaten umfassen soll. Neben Landstreitkräften umfasst sie auch Luft- und Seestreitkräfte sowie und Spezialkräfte.

          Weitere Themen

          Kremlpartei dominiert weiterhin die Duma

          Parlamentswahl in Russland : Kremlpartei dominiert weiterhin die Duma

          Wladimir Putin stand nicht zur Wahl, doch wenn Anhänger der Partei Geeintes Russland ihren Wahlsieg feiern, rufen sie seinen Namen. Auch im neuen Parlament geben sie den Ton an. Kein Wunder, sagen Kritiker – Gegner waren meist ausgeschlossen, und es habe massiven Wahlbetrug gegeben.

          Dieses Mal war Scholz vorbereitet

          Das letzte Triell : Dieses Mal war Scholz vorbereitet

          Baerbock, Scholz und Laschet hatten nochmals die Chance, ihre Schlagfertigkeit zu zeigen. Der Sozialdemokrat und die Grüne präsentierten sich als Partner von morgen.

          Topmeldungen

          Olaf Scholz, Annalena Baerbock und Armin Laschet während des Triells

          Das letzte Triell : Dieses Mal war Scholz vorbereitet

          Baerbock, Scholz und Laschet hatten nochmals die Chance, ihre Schlagfertigkeit zu zeigen. Der Sozialdemokrat und die Grüne präsentierten sich als Partner von morgen.
          Wähler in St. Petersburg betrachten ihre Wahlzettel.

          Parlamentswahl in Russland : Kremlpartei dominiert weiterhin die Duma

          Wladimir Putin stand nicht zur Wahl, doch wenn Anhänger der Partei Geeintes Russland ihren Wahlsieg feiern, rufen sie seinen Namen. Auch im neuen Parlament geben sie den Ton an. Kein Wunder, sagen Kritiker – Gegner waren meist ausgeschlossen, und es habe massiven Wahlbetrug gegeben.
          Christian Lindner beim FDP-Parteitag am Sonntag in Berlin.

          FDP vor der Wahl : Lindner will Stimmen aus Überzeugung, nicht aus Kalkül

          Die Freidemokraten sinnieren darüber, wer sie wählt und warum. Aus Taktik sollten die Leute nicht für die FDP stimmen, sagt Parteichef Lindner. Doch die Vorzeichen haben sich während des Wahlkampfs dramatisch verändert.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.