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Klimaschutz-Index : Deutschland bleibt Mittelmaß

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Kühltürme eines Braunkohlekraftwerkes in Brandenburg spiegeln sich in einer Pfütze wider. Bild: dpa

Während Deutschland relativ gut bei der Bewertung der internationalen Klimapolitik abschneidet, kritisieren Forscher die zu hohen Emissionen und den Energieverbrauch pro Kopf. Die Ergebnisse des Klimaschutz-Index.

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          Die Bundesrepublik hat sich im globalen Klimaschutz-Index der Organisation Germanwatch und des New Climate Institute leicht verbessert, verbleibt aber im Mittelfeld. Unter 57 untersuchten Staaten rückt Deutschland laut der am Dienstag in Madrid veröffentlichten Jahresstudie von Platz 27 auf 23 vor. „Während Deutschland noch relativ gut beim Fünf-Jahres-Trend der Erneuerbaren im Energiemix und der Bewertung der internationalen Klimapolitik abschneidet, bekommt es weiterhin nur mäßige Noten für die nationale Klimapolitik und schneidet schlecht bei Emissionen und Energieverbrauch pro Kopf ab“, sagte Niklas Höhne vom New Climate Institute. Zwar sei das Klimapaket ein Schritt in die richtige Richtung, „doch dieser ist mutlos und zu klein“.

          Die G-20-Staaten Australien, Saudi-Arabien und insbesondere die Vereinigten Staaten, die nun auf dem letzten Platz stehen, gäben Anlass zu großer Sorge. „Bei diesen drei massiv von der Kohle- und Öllobby beeinflussten Regierungen sind bisher kaum Anzeichen für eine ernsthafte Klimapolitik in Sicht“, hieß es. Auf der anderen Seite verzeichneten mehr als die Hälfte der 57 größten Emittenten von Kohlendioxid (CO2) über mehrere Jahre betrachtet sinkende Emissionstrends, der globale Kohleverbrauch gehe deutlich zurück, und der weltweite Boom bei den erneuerbaren Energien sei ungebrochen.

          Der größte Emittent, China, konnte sich laut der Studie leicht auf Platz 30 verbessern. Da sich bisher keines der untersuchten Länder auf einem mit den Pariser Klimazielen zu vereinbarenden Pfad befinde, blieben die ersten drei Plätze des Index unbesetzt. Das bestplazierte Land ist abermals Schweden (4.), gefolgt von Dänemark. Beide haben gute bis sehr gute Ergebnisse vor allem bei erneuerbaren Energien und der Klimapolitik vorzuweisen. Unter den G-20-Staaten sehen die Klimaforscher nur Großbritannien (5.) und Indien (7.) in der Kategorie „gut“. Auf die 57 untersuchten Staaten entfallen den Angaben zufolge 90 Prozent aller energiebedingten Emissionen.

          Bild: dpa, Germanwatch/Climate Action Network/New climate Institute

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