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Idar-Oberstein : Ein extremer Einzelfall – und das Netz

Tatort in Idar-Oberstein, am 19. September: Polizisten sichern die Tankstelle, wo ein Angestellter erschossen wurde. Bild: dpa/Bearbeitung F.A.S.

Ein Mann ist tot. Erschossen in einer Tankstelle. Ist dieser Fall ein Beispiel dafür, dass aus Hass in sozialen Netzwerken tödliche Gewalt wird?

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          Im September 2019 twitterte Mario N., er freue sich auf den nächsten Krieg. Einen Monat später, am Tag nach dem Anschlag von Halle, schrieb er, seine Muskeln seien gespannt, sein Geist geschärft. „Gnade denen welche diese Situation heraufbeschwören haben“, heißt es in falschem Deutsch. Er bezeichnete sich als „Rassist“. Ins Visier der Sicherheitsbehörden geriet er deswegen nicht, dem Verfassungsschutz war er unbekannt. Derlei Aussagen sind in sozialen Netzwerken mittlerweile Alltag, dort gibt es weit Schlimmeres, täglich tausendfach.

          Helene Bubrowski
          Politische Korrespondentin in Berlin.
          Sebastian Eder
          Redakteur im Ressort „Gesellschaft & Stil“.
          Julian Staib
          Politischer Korrespondent für Norddeutschland und Skandinavien mit Sitz in Hamburg.

          Nun, zwei Jahre später, wird gegen N. wegen Mordes ermittelt. Am vergangenen Wochenende soll er den Mitarbeiter einer Tankstelle in Idar-Oberstein erschossen haben, nachdem dieser ihn aufgefordert haben soll, einen Mund-Nasen-Schutz zu tragen. Ist der Fall ein Beispiel dafür, dass aus Hass im Netz tödliche Gewalt wird?

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