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Ausrüstungsprobleme : Bundeswehrverband zollt von der Leyen Respekt

  • Aktualisiert am

Noch ist offen, ob Ursula von der Leyen in der neuen Bundesregierung wieder das Verteidigungsministerium führen wird. Bild: dpa

Der Vorsitzende des Bundeswehr-Verbandes lobt die Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen für die Trendwende in der Bundeswehr. Die schlechte Einsatzbereitschaft gehe auf Planungsfehler aus dem Jahr 2011 zurück.

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          Der Vorsitzende des Deutschen Bundeswehr-Verbandes, André Wüstner, hat sich in der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung (F.A.S.) anerkennend zur Amtszeit von Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen geäußert und sie gegen unlautere Kritik verteidigt. Man müsse ihr und ihren Staatssekretären „für die Einleitung einer Trendwende hin zu einem Mehr an Einsatzbereitschaft Respekt zollen - auch wenn es noch der Beschleunigung bedarf“, sagte Wüstner. „Ich kenne jedenfalls kaum ein Spitzenteam in einem anderen Ressort, das vor derart großen Herausforderungen stand - und tut es noch!“

          In den vier Jahren unter von der Leyen seien durchaus Fehler passiert. Aber Wüstner fügte hinzu: „Es ist unlauter, zu suggerieren, die schlechte Einsatzbereitschaftslage sei ausschließlich ein Ergebnis der Amtszeit von Frau von der Leyen. Die Ursachen liegen vielmehr in den enormen materiellen und personellen Einschnitten im Zuge einer fehlerhaft auf den Weg gebrachten Reform im Jahr 2011.“

          Wüstner, dessen gewerkschaftsähnlicher Interessenverband rund 200.000 Mitglieder hat, reagierte damit auf Kritik am Zustand der Bundeswehr, die in dieser Woche abermals für Schlagzeilen gesorgt hatte.

          Im vergangenen Jahr hatte Wüster noch selbst in aller Deutlichkeit einen starken Vertrauensschwund zwischen Truppe und Ministerin beschrieben.

          Mehr dazu lesen Sie in der morgigen Ausgabe der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung und dem E-Paper.

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