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AfD-Kommentar : Höcke, der demagogische Blender

Björn Höcke Anfang November im thüringischen Pfiffelbach Bild: dpa

Gauland und Meuthen mögen noch die Vorsitzenden der AfD sein. Doch Björn Höcke macht ihnen schon Konkurrenz – und lässt dabei selbst ethnische Säuberung noch so aussehen, als handele es sich um ein harmloses politisches Schützenfest.

          Der Machtkampf an der Spitze des nordrhein-westfälischen Landesverbands der AfD ist symptomatisch für eine Partei, die bislang nicht ernsthaft vor die Frage gestellt wurde, was ihr wichtiger ist: die „Systemfrage“ oder die Verfassung.

          Die meisten AfD-Politiker, vor allem ihre Vorsitzenden in Partei und Fraktion, tun beharrlich so, als sei das kein Gegensatz. Den Freiraum, der dadurch geschaffen wird, hat niemand so clever genutzt wie Björn Höcke.

          Alexander Gauland und Jörg Meuthen mögen noch die Vorsitzenden der Partei sein; der Mann aus Thüringen, der immerhin ein Parteiausschlussverfahren überstand, macht ihnen aber schon Konkurrenz.

          Höcke ist ein demagogischer Blender, der selbst ethnische Säuberung noch so aussehen lässt, als handele es sich um ein harmloses politisches Schützenfest. Offenbar glauben das auch Leute wie Gauland, Weidel oder Meuthen, die zum Netzwerk Höckes, dem „Flügel“, ein entspanntes Verhältnis pflegen.

          Wie sollte es auch anders sein? Wer, wie jetzt in NRW, den „Flügel“ abschlagen will, muss aufpassen, dass von der AfD überhaupt noch etwas übrig bleibt.

          Jasper von Altenbockum

          Verantwortlicher Redakteur für Innenpolitik.

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