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Stimmungsbild der Deutschen : Zu Hause ist es am schönsten

  • -Aktualisiert am

Die Deutschen sind Weltmeister im Schlechtreden. Bild: dpa

Vor vier Jahren waren die Deutschen zufriedener als heute. Ihr Missmut aber wirkt angelernt – im eigenen Umfeld stimmt’s für die meisten.

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          Wer die Berichterstattung der letzten Monate verfolgte, konnte Deutschland am Abgrund wähnen: Die Bevölkerung wende sich frustriert vom Staat und von den abgehobenen Politikern ab, welche die Sorgen der Menschen nicht mehr verstünden. Innergesellschaftliche Konflikte brächen wieder auf, Ost- und Westdeutsche entfernten sich voneinander, die Infrastruktur verfalle, abgehängte Bevölkerungsschichten versänken in Pessimismus und radikalisierten sich. Kaum ein Tag vergeht, an dem nicht zu lesen wäre, die Politik habe das Vertrauen der Bevölkerung verspielt. Selbst die Bundeskanzlerin verwendete nach der Landtagswahl in Bayern eine ähnliche Formulierung. Der Politikberater Michael Spreng schrieb von einem „Sommer des Missvergnügens“.

          Doch stimmt das? Sind die Deutschen tatsächlich frustriert und missvergnügt, oder sagt diese Aussage mehr über die Weltsicht von Journalisten aus als über die tatsächliche Stimmung im Land? Die Ergebnisse der aktuellen Repräsentativumfrage des Instituts für Demoskopie Allensbach im Auftrag dieser Zeitung deuten eher auf Letzteres hin.

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