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Demonstration in Leipzig : Legida macht wieder mobil

  • Aktualisiert am

Auch AfD-Flaggen wurden bei der Legida-Demo getragen. Bild: dpa

Viel mehr Gegendemonstranten als Teilnehmer: Die erste Legida-Demo seit Januar zog keine Massen an. Am Ende musste der Pegida-Ableger gegen Musik aus einem Medienhaus anreden.

          Unter dem Protest Hunderter Gegner hat das islamfeindliche Legida-Bündnis in Leipzig demonstriert. Blockaden der Gegendemonstranten behinderten den Aufmarsch von rund 200 Anhängern des Leipziger Pegida-Ablegers am Donnerstagabend und brachten ihn mehrfach zum Stehen.

          Mehrere Hundertschaften der Polizei trennten beide Lager während des Protestzugs weitgehend voneinander. Der Abend sei nach ersten Erkenntnissen größtenteils friedlich verlaufen, sagte ein Sprecher der Polizei. Von Verletzten sei zunächst nichts bekannt geworden. Es ergingen demnach einige Anzeigen nach Auseinandersetzungen, vereinzelt warfen Legida-Gegner Flaschen.

          Nach Angaben der Initiative „Leipzig nimmt Platz“ waren in der Stadt insgesamt rund 3000 Menschen gegen Legida auf der Straße. Hunderte von ihnen blockierten die ursprünglich genehmigte Route des Aufmarsches auf dem Innenstadtring und riefen lautstark Parolen gegen das Bündnis.

          Polizei macht Weg frei

          Auch die daraufhin bestimmte Ausweichroute entlang des Bundesverwaltungsgerichts war zunächst von mehreren Dutzend Gegendemonstranten versperrt. Der Legida-Zug kam daher vor dem Leipziger Rathaus zwischenzeitlich für etwa eine Dreiviertelstunde zum Stehen. Schließlich löste die Polizei die Blockade auf. In Stellung gebrachte Wasserwerfer kamen dabei nicht zum Einsatz.

          Unter „Wir sind das Volk“-Rufen und mit geschwenkten Deutschland- und AfD-Fahnen erreichte der Legida-Marsch schließlich seinen Endpunkt vor dem Gebäude der „Leipziger Volkszeitung“. Laute Musik aus den Redaktionsräumen störte die dortige Abschlusskundgebung. Die Straßenbahn, in der die Legida-Anhänger zum Hauptbahnhof gebracht wurden, musste nach Angaben eines Polizeisprechers mehrfach wegen weiterer Blockaden anhalten.

          Kurz vor Beginn der Legida-Demonstration hatte Die Linke ihren Wahlkampfabschluss in Leipzig gefeiert. Die Partei forderte ihre Anhänger dazu auf, sich am Protest gegen das islamfeindliche Bündnis zu beteiligen.

          Zuletzt hatte Legida im Januar dieses Jahres demonstriert. Ankündigungen weiterer Proteste des Pegida-Ablegers waren der Polizei zunächst nicht bekannt.

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