https://www.faz.net/aktuell/politik/inland/debatten-ueber-karl-may-gendern-und-n-wort-uebertreibung-als-standard-18304844.html

Identitätspolitik : Das Verlangen nach totaler Aufmerksamkeit

Ein Winnetou in Bad Segeberg: Der Schauspieler Sascha Hödl bei den Karl-May-Spielen Bild: dpa

Überall Diskussionen über richtiges Reden, Zitieren, Lesen. Die Öffentlichkeit befindet sich in einem Umbruch. Die Übertreibung wird zum Standard.

          6 Min.

          Erregter Streit über Karl May. Darf man ihn noch lesen, wird er noch gesendet, ist er eine schöne Kindheitserinnerung oder ein furchtbarer Kolonialist, der schon den Kleinsten verwerfliche Bilder und Konzepte von fremden Völkern einflößt? Der Mitteldeutsche Rundfunk, wird gemeldet, führt das betreute Sehen ein und will alte Winnetou-Filme mit Hinweisen darauf versehen, dass es sich um alte Filme handelt.

          Jürgen Kaube
          Herausgeber.

          Weiter zu den endlosen Debatten über das Gendern. Sieht so die gerechte, die höfliche oder die „sichtbarmachende“ Sprache aus, oder ist es ein lächerliches Moralisieren? Dürfen die öffentlich-rechtlichen Sender ihr ganzes Programm in diese Sprachform bringen? Zwischendurch hat eine Juristin sogar behauptet, der Staat müsse gendern, weil er andernfalls gegen die Gleichberechtigung verstoße. Merkwürdig nur, dass das Grundgesetz, auf das sie sich beruft, selbst nicht gendert.

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