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Debatte um „Triage“ : Wen soll man retten – und wen sterben lassen?

April 2020: Auf der Intensivstation C1 mit Coronapatienten an der Universitätsklinik Frankfurt Bild: Frank Röth

Als im Frühjahr in Italien und Frankreich die Beatmungsgeräte knapp wurden, fing ganz Europa an, über die „Triage“ zu diskutieren. Inzwischen hat die Debatte an Fahrt aufgenommen – auch in Karlsruhe.

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          Angesichts zunehmender Infektionszahlen bereiten sich deutsche Universitätsklinken abermals auf einen Anstieg schwerkranker Covid-19-Patienten vor. Das Nachsehen haben Menschen mit anderen schweren Leiden. Ihre Operationen werden schon jetzt aufgeschoben, wie Ulrich Frei, Vorstandsmitglied der Berliner Charité, am Freitag mitteilte. Das größte Problem sei momentan nicht die Zahl der Intensivbetten, sondern das fehlende Pflegepersonal.

          Marlene Grunert
          Redakteurin in der Politik.

          Es sei eine „schwierige ethische Frage“, welche Patienten auf einen Eingriff warten müssten. So schwierig die Frage nach dem Umgang mit knappen Ressourcen ist, so alt ist sie. Schon immer waren Mediziner gezwungen, Prioritäten zu setzen, etwa bei Blutspenden. Als italienischen und französischen Ärzten im Frühjahr die Beatmungsgeräte ausgingen, nahm das Dilemma der „Triage“ allerdings drastische Ausmaße an.

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