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Streit um Kosten für Tests : Der Preis der Pandemie

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Nach der Reisewarnung für fast ganz Spanien ist die Debatte um die Übernahme der Kosten für Corona-Tests wieder neu entbrannt. Bild: dpa

Es ist in Pandemiezeiten nicht verboten, sich zu erholen. Aber wer sehenden Auges in ein Risikogebiet fährt, sollte auch den Preis zahlen – welch Glück, wenn es nur einige Euros für einen Test sind und keine Infektion.

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          Das Leben mit der Pandemie ist anstrengend, weil es eine permanente Überforderung ist. Auch weil Corona nicht eine, sondern viele Geschwindigkeiten hat. Denn wie passt Folgendes zusammen? Die Bundesländer öffnen nach den Sommerferien wieder die Schulen, zwar mit unterschiedlichen Regeln, aber doch mit einem Hauch Hoffnung, dass bald wieder recht normal gelernt werden kann.

          An einigen Orten aber schließen Schulen schon wieder, weil es Infektionen gibt. Das Unternehmen Curevac stellt die beschleunigte Zulassung eines Corona-Impfstoffs in Aussicht. Mancherorts aber werden Corona-Testdaten noch mit Bleistift notiert.

          Vielleicht stand nichts so sehr für das Gefühl der vermeintlichen Beherrschung des Virus wie der Flug nach Spanien, gar Mallorca in den Urlaub. Und nun das: Nahezu das ganze Land ist von der Bundesregierung zum Risikogebiet erklärt und mit einer Reisewarnung versehen worden.

          Harter Schlag für Spanien

          Die Entscheidung ist konsequent und richtig. Ob Lieblingsinsel oder nicht – die festgelegten Kriterien müssen für jeden Ort der Welt gelten. Die Entscheidung ist für Spanien, dessen Land und Leute schon sehr unter dem Virus gelitten haben, ein weiterer harter Schlag. Zwar äußern Hoteliers die Hoffnung, dass die Infektionszahlen bald wieder nach unten gehen und die Saison sich nach hinten verschiebt. Doch weiß niemand, ob das so kommen wird.

          Die Pandemie ist auch deswegen so anstrengend, weil sich mit ihr kaum planen lässt. Immer einleuchtender wird, warum einige Wissenschaftler nun nicht von einer ersten oder zweiten Corona-Welle sprechen, sondern von der Dauerwelle.

          Es ist in Pandemiezeiten nicht verboten, sich zu erholen, ganz im Gegenteil, es ist für viele dringend notwendig. Aber es muss immer mit Vorsicht geschehen.

          Wieder ist jetzt die Diskussion entbrannt, ob Rückkehrer aus Risikogebieten ihren Corona-Test selbst zahlen sollten. Wer nicht gerade im Ferienflieger erfährt, dass er in eine gefährliche Region reist, sondern dies sehenden Auges tut und ein Risiko eingeht, sollte auch dessen Preis zahlen – welch Glück, wenn es nur einige Euros sind und keine Infektion.

          Mona Jaeger
          Stellvertretende verantwortliche Redakteurin für Nachrichten und Politik Online.

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