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Debatte über die Dienstpflicht : Karriere ist nicht alles im Leben

  • -Aktualisiert am

Viele junge Menschen haben heute schon Anfang 20 einen Bachelor-Abschluss – früher fingen die meisten da erst an, zu studieren. Bild: dpa

Eine Dienstpflicht für Männer und Frauen wäre in unserer Zeit nur konsequent. Die CDU muss die treibende Kraft sein und könnte daraus ihr großes gesellschaftspolitisches Thema machen.

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          Wer heute mit fünf Jahren eingeschult wird und mit 17 Abitur macht, bittet anschließend seine Eltern nicht nur, den Mietvertrag für das Zimmer im Wohnheim oder der WG zu unterschreiben, sondern nicht selten auch um intensive Beratung, wie es denn weitergehen soll. Nach einer Fahrt im Hochgeschwindigkeitszug durchs Schulleben und nicht allzu viel Gelegenheit zum Zwischenhalt geht es im Studium oft ähnlich zu. Wer Umwege macht, dem droht der Verlust wichtiger Punkte, die er etwa für das Masterstudium braucht.

          Wenn alles reibungslos verläuft, ist der Bachelor mit 21 oder 22 Jahren abgehakt. Eine Generation zurück begann das Studium dann erst, jedenfalls für den männlichen Teil der Abiturienten. Die Schule wurde nach 13 Jahren mit 19 oder 20 abgeschlossen, es folgten Wehr- oder Zivildienst, und erst mit 21, vielleicht sogar 22 Jahren musste entschieden werden, wie es weitergeht. Junge Frauen leisteten keinen Pflichtdienst. Aber sie sind in diesem Alter oft etwas weiter als die jungen Männer. In dieser Lebensphase macht ein Jahr einen größeren Entwicklungsunterschied aus als in der Lebensmitte.

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