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De Maizière kritisiert Röttgen in der F.A.Z. : „Wenn die Kanzlerin um Rücktritt bittet, dann hat man dem Folge zu leisten“

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Verteidigungsminister de Maizière während des Interviews mit der F.A.Z. in seinem Arbeitszimmer Bild: Lüdecke, Matthias

Verteidigungsminister Thomas de Maizière ist der Meinung, Merkel habe richtig entschieden, als sie Norbert Röttgen entließ. „Ein Minister braucht über seine Person hinaus eine bestimmte Autorität“, sagte er im Gespräch mit der F.A.Z. Er bezeichnete als „unerträglich“, was aus Gesprächen unter Beteiligten der Entlassung berichtet werde.

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          Verteidigungsminister Thomas de Maizière hat das Verhalten des bisherigen Bundesumweltministers Norbert Röttgen (beide CDU) kritisiert. De Maizière sagte der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (Freitagausgabe): „Wenn die Bundeskanzlerin einen Minister um seinen Rücktritt bittet, dann hat man dem Folge zu leisten. Das ist jedenfalls meine Auffassung.“ Röttgen war diesem Wunsch von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) in der vergangenen Woche nicht nachgekommen, woraufhin sich die Kanzlerin in aller Offenheit von ihm trennte.

          Damit habe Merkel richtig entschieden, sagte de Maizière weiter. „Ein Minister braucht über seine Person hinaus eine bestimmte Autorität, um Dinge zu bewirken.“ Er rief im F.A.Z.-Interview seine Kollegen zur Demut im Amt auf und verwies dazu auf häufige Wechsel auch in anderen Ländern beispielsweise im Amt des Verteidigungsministers. „Ich bin jetzt 15 Monate Verteidigungsminister und gehöre in der Nato schon zu den Dienstältesten. Die Verweildauer auf Ministerpositionen ist nicht so lang. Jeder, der ein solches Amt innehat, weiß in einer Demokratie, das ist nur ein Amt auf Zeit. Das erzieht hoffentlich alle Beteiligten zu einer gewissen Demut.“

          „Unerträglich, was aus Gesprächen kolportiert wird“

          Zugleich bekundete de Maizière Verständnis dafür, dass die Erlebnisse für Röttgen schmerzlich seien. „Was Norbert Röttgen erleben musste, ist persönlich sehr bitter: innerhalb weniger Wochen!“ Ohne Röttgen oder andere Politiker beim Namen zu nennen, bezeichnete de Maizière es als „unerträglich, was aus Einzelgesprächen, zum Teil Gesprächen unter vier Augen und Telefonaten, berichtet oder kolportiert wird.“ Das bezog der Verteidigungsminister auf „alle möglichen Beteiligten außer der Kanzlerin, die von ihren Gesprächen nämlich nicht berichtet hat“.

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