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Corona-Konzepte : Mit vielen Fragen ins neue Schuljahr

  • -Aktualisiert am

In einigen Ländern beginnt in drei Wochen schon wieder die Schule. Bild: dpa

Dass die Lehrer im nächsten Schuljahr keine Abstriche an den Lernanforderungen machen wollen, ist richtig. Ob das gelingt, hängt vor allem von deren Einsatz ab.

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          Wer sich klarmacht, dass in einigen Ländern in drei Wochen schon wieder die Schule beginnt, kann nur hoffen, dass die Schulen spätestens jetzt damit beginnen, das nächste Schuljahr vorzubereiten und ihre Hygienepläne zu aktualisieren. Eine Orientierungshilfe haben die Kultusminister verabschiedet.

          Von regelmäßigen Tests für Lehrer und Schüler ist leider nicht die Rede, weil die Länder nicht dazu verpflichtet werden können. Einige haben Teststrategien entwickelt, aber längst nicht alle. Die Lehrerverbände fordern wöchentliche Tests für Schüler und Lehrer auf freiwilliger Basis, was zwischen 26 und 30 Milliarden Euro kosten würden.

          Dass die Verbände ausgerechnet jetzt, da die Personaldecke in vielen Ländern durch Risikolehrer ohnehin schon dünn ist, mit der Forderung nach einer Deputatssenkung um mindestens eine Stunde pro Woche kommen, wird der Imagepflege der Lehrer sicher enormen Vorschub leisten. Digitale Sprechstunden für Eltern und Schüler sollten auch mit dem jetzigen Deputat zu leisten sein.

          Ihre Forderung nach einer rechtssicheren und datenschutzkonformen Kommunikation über die Plattform der Schule indessen ist berechtigt. Lehrer können sich nicht auch noch im rechtsfreien Raum bewegen, wenn sie womöglich wieder in den digitalen Unterricht zurückkehren müssen. Dass die Lehrer keine Abstriche an den Lernanforderungen machen wollen, ist richtig, ob das gelingt, hängt vor allem von deren Einsatz ab.

          Heike Schmoll

          Politische Korrespondentin in Berlin, zuständig für die „Bildungswelten“.

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