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Beratungen im Kanzleramt : Auf diese Corona-Regeln haben sich Kanzlerin und Länder geeinigt

  • Aktualisiert am

Angela Merkel (Mitte), Berlins Regierender Bürgermeister Müller (l.) und Bayerns Ministerpräsident Söder auf dem Weg zur Pressekonferenz im Kanzleramt. Bild: AFP

In Deutschland wird es in der Vorweihnachtszeit eine teilweise Verschärfung der Corona-Beschränkungen geben. Maximal fünf Erwachsene aus zwei Haushalten dürfen sich künftig treffen. Für die Weihnachtstage sollen andere Regeln gelten.

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          Zur Eindämmung der Corona-Pandemie werden private Zusammenkünfte mit Freunden, Verwandten und Bekannten auf maximal fünf Personen aus dem eigenen und einem weiteren Haushalt begrenzt. Kinder bis 14 Jahre fallen nicht unter die Regelung. Das teilte Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) am Mittwochabend nach ihren Beratungen mit den Ministerpräsidenten der Länder in Berlin mit. Allerdings werden die strengen Kontaktbeschränkungen über Weihnachten gelockert. Vom 23. Dezember bis zum 1. Januar dürfen sich maximal zehn Personen treffen, Kinder bis 14 Jahre fallen nicht unter die Regelung, Schleswig-Holstein hält an seinen eigenen Regelungen fest.

          Angesichts der anhaltend hohen Infektionszahlen forderte Merkel eine weitere „Kraftanstrengung“ im Kampf gegen die Corona-Pandemie. Bund und Länder seien sich bei den Spitzenberatungen am Mittwoch einig gewesen, dass die derzeitigen Beschränkungen „nach menschlichem Ermessen bis Anfang Januar gelten müssen“, sagte Merkel. Die seit Anfang November geltenden Auflagen hätten bislang nur zu einem „Teilerfolg“ geführt – „und wir können uns mit diesem Teilerfolg auf gar keinen Fall begnügen“. Die Schließung von Restaurants, Theatern und Freizeiteinrichtungen werde deswegen verlängert.

          „Die Ferien sollen kein Risiko bilden“

          Die Weihnachtsferien sollen zudem in diesem Jahr fast überall in Deutschland gleichzeitig am 19. Dezember beginnen. Neue Tatsachen werden damit nicht geschaffen. Bereits vor dem Gespräch mit Merkel hatten Bayern, Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen, Sachsen und Baden-Württemberg angekündigt, ihre Ferien auf den 19. Dezember vorzuziehen. In den meisten übrigen Bundesländern stand dieser Termin schon lange vor Corona als Ferienstart fest. Der 19. Dezember ist der Samstag vor Heiligabend, der in diesem Jahr auf einen Donnerstag fällt. Bund und Länder wollen zudem eine abgestimmte europäische Regelung erreichen, um Skitourismus bis zum 10. Januar zu unterbinden. „Die Bundesregierung wird gebeten, auf europäischer Ebene darauf hinzuwirken, dass bis zum 10. Januar Skitourismus nicht zugelassen wird“, heißt es dort.

          Bis auf Bremen und Thüringen sollen die Ferien nun überall an diesem Tag beginnen. Die beiden Länder behalten sich laut Beschluss vom Mittwoch „eine länderindividuelle Regelung hinsichtlich des Ferienbeginns“ vor. Mit der Maßnahme soll die Zahl der Kontakte direkt vor den Feiertagen und damit die Ansteckungsgefahr im Familienkreis verringert werden. Eltern in den Bundesländern, die ihre Ferien jetzt vorziehen, müssen sich nun allerdings um eine Betreuung für die zusätzlichen schulfreien Tage vor Heiligabend kümmern. Es ist aber eine Notbetreuung im Gespräch.

          Bayerns Ministerpräsident Markus Söder warnte davor, dass die Infektionen in den Ferien nicht wieder steigen dürfen wie im Sommer. „Die Ferien sollen kein Risiko bilden“, sagte der CSU-Chef. Er dankte dem Bund, dass dieser die finanziellen Lasten für die verlängerten Schließungen etwa der Gastronomie übernehme. Die Lage sei weiterhin „sehr, sehr ernst“. Söder rief dazu auf, sich über Weihnachten nur im kleinen Kreis zu treffen und auf unnötige Reisen zu verzichten.

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