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Ein Dorf mit Zukunft : Löcknitz macht es richtig

Blick auf die evangelische Kirche und das Bürgerhaus in Löcknitz Bild: Sofia Dreisbach

Überall in Deutschland kämpfen Städte gegen den Wegzug junger Leute. Doch im nordostdeutschen Löcknitz ist alles anders, denn die Gemeinde mit ihren 3200 Einwohnern boomt. Doch was reizt junge Leute an dem Ort?

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          Was ohne die Polen wäre, darüber will Detlef Ebert gar nicht nachdenken. Löcknitz hat nur 3200 Einwohner, aber drei Supermärkte, die sieben Tage die Woche geöffnet sind, vier Schulen, zwei Kindergärten, und im Sommer ist sogar das Parkleitsystem im Einsatz. Löcknitz ist ein kleines Wunder.

          Sofia Dreisbach
          Redakteurin in der Politik.

          Bis nach Berlin sind es 150 Kilometer, bis nach Rostock 200, das Dorf liegt im östlichsten Zipfel Mecklenburg-Vorpommerns, dem am dünnsten besiedelten Bundesland. Nach der Wende zogen die Leute auch aus dieser Ecke des Landes fort. Bis 2010 verließ ein Fünftel der Bevölkerung die Gegend, die seit einer Gebietsreform 2011 den Landkreis Vorpommern-Greifswald bildet. Das Ergebnis waren aussterbende Dörfer: Geschäfte ohne Besitzer, Häuser ohne Bewohner, Schulen ohne Kinder, Praxen ohne Ärzte. Zurück blieben die Alten.

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