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„Danke, Herr Vizekanzler“ : Til Schweiger gibt Gabriel Schützenhilfe

  • Aktualisiert am

Telefoniert abends noch: Vizekanzler Sigmar Gabriel Bild: AP

Til Schweiger hat mit dem SPD-Vorsitzenden Sigmar Gabriel über den teilweise „blanken Hass“ in Deutschland gegenüber Flüchtlingen diskutiert. Ob der Schauspieler dem Vizekanzler helfen kann?

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          Da haben sich zwei gefunden: Im Kampf gegen „Fremdenfeindlichkeit und blanken Hass“ – und vielleicht auch um etwas mehr Anerkennung – hat sich der SPD-Vorsitzende und Vizekanzler Sigmar Gabriel mit Til Schweiger verbündet. Wie der Schauspieler am Mittwochabend auf seiner Facebook-Seite bekannt gab, hätten er und der Wirtschaftsminister miteinander telefoniert und über den „Frust“ Schweigers gesprochen.

          Der Regisseur und Filmstar engagiert sich bereits seit längerer Zeit für einen besseren Umgang mit Flüchtlingen in Deutschland und hatte sich in dem Sozialen Netzwerk zuletzt mehrfach verbale Auseinandersetzungen mit, von ihm als „Nazis“ und „Rassisten“ bezeichneten, Kommentatoren seiner Beiträge geliefert. In dem Telefonat mit Gabriel habe Schweiger dann seinen Unmut über den steigenden Fremdenhass in Deutschland geäußert.

          „Danke, für Ihren Anruf“

          Beide hätten eine halbe Stunde lang miteinander diskutiert und seien sich darüber einig gewesen, „dass die Mehrheit der Deutschen diesen Hass nicht teilt!!!!“. Schweiger beendete seinen Beitrag mit den Worten: „Danke, Herr Vizekanzler, fuer Ihren Anruf und eine Bitte an die Mehrheit: ERHEBT EURE STIMME NOCH LAUTER! ES IST AN DER ZEIT!“

          Das Gespräch des SPD-Politikers mit dem Schauspieler ist dabei nicht der erste Versuch von Gabriel über die Sozialen Medien mit prominenten Personen öffentlich zu diskutieren. Erst vor wenigen Wochen hatte Gabriel den beiden TV-Moderatoren Jan Böhmermann und Klaas-Heufer Umlauf zu einer Diskussion eingeladen, nachdem beide in einem Video den Umgang deutscher Medien und der Politik mit der Krise in Griechenland kritisiert hatten. Zu einem Gespräch kam es damals allerdings nicht.

          Gabriel steht schon seit geraumer Zeit in seiner eigenen Partei in der Kritik und ihm wird teilweise öffentlich seine Tauglichkeit als SPD-Kanzlerkandidat abgesprochen: Erst vergangenen Donnerstag hatte Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Torsten Albig in einem Interview mit NDR1 erwogen, die SPD könne bei der nächsten Bundestagswahl ohne eigenen Kanzlerkandidaten antreten. Auch der frühere Kanzlerkandidat Peer Steinbrück hatte öffentlich an der Zugkraft der Partei gezweifelt und Gabriel damit indirekt kritisiert. Zudem halten laut einer aktuellen Forsa-Umfrage gerade einmal 35 Prozent der befragten SPD-Mitglieder Gabriel für den besten Kanzlerkandidaten für die Wahl 2017. 56 Prozent meinten, es gäbe bessere Kandidaten.

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