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Regionalpartei in Berlin? : Darum will die dänische Minderheit eine Stimme im Bundestag

Mit Sicherheitsabstand: Parteitag des SSW in Flensburg Bild: dpa

Vor 71 Jahren hatte der Südschleswigsche Wählerverband einen Abgeordneten im Bundestag. Jetzt will die dänische Minderheit dort wieder vertreten sein. Warum eigentlich?

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          Der erste und bislang einzige Bundestagsabgeordnete des SSW, der Partei der dänischen und friesischen Minderheit, musste bei seinem ersten Auftritt im Bundestag erst einmal etwas klarstellen. Es war der 22. September 1949, und im Plenum wurde über die Regierungserklärung des CDU-Kanzlers Konrad Adenauer diskutiert, als Hermann Clausen ans Mikrofon trat. Er sprach über den „Bevölkerungsüberdruck“, unter dem Südschleswig leide, und die gerechtere Verteilung der „Heimatvertriebenen“, für die er sich deshalb ausspreche.

          Matthias Wyssuwa

          Politischer Korrespondent für Norddeutschland und Skandinavien mit Sitz in Hamburg.

          Zuerst aber wollte er mit einer, wie er sagte, „amüsanten Behauptung“, aufräumen, und zwar mit dem Gerücht, dass ausgerechnet er Adenauer bei der Wahl zum Kanzler die entscheidende Stimme gegeben habe. Das stimme aber schon deshalb nicht, „weil ich in der fraglichen Sitzung nicht anwesend sein konnte“. Das Protokoll vermerkt „Heiterkeit“.

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