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Positionspapier : CSU will „Deutschland-Praktikum“ für Auszubildende

  • Aktualisiert am

CSU-Chef Markus Söder hatte das Positionspapier in Auftrag gegeben. Bild: dpa

Die CSU will alle Auszubildenden und Studenten zu einem „Deutschland-Praktikum“ verpflichten. Es soll die Elemente des früheren Zivildienstes mit der früheren Wehrpflicht verbinden.

          Die CSU fordert für alle Auszubildenden und Studenten ein verpflichtendes „Deutschland-Praktikum“. Das geht aus einem Positionspapier hervor, das der CSU-Vorstand am Montagmittag beschließen soll. Wann dieses Praktikum eingeführt werden und wie lange es dauern soll, steht demnach noch nicht fest. Das Papier liegt der Deutschen Presse-Agentur sowie der „Süddeutsche Zeitung“ vor.

          Anders als früher bei der Wehrpflicht oder beim Zivildienst soll es demnach nicht nur für Männer, sondern auch für Frauen gelten. Offen sei noch, ob es mit dem freiwilligen sozialen Jahr verknüpft werden könnte.

          Die CSU will ein „staatsbürgerliches Deutschland-Praktikum während der Ausbildungszeit bei staatlichen, sozialen, ökologischen und zivilgesellschaftlichen Einrichtungen oder der Bundeswehr“ einführen. Damit verknüpft die CSU die Elemente des früheren Zivildienstes mit der früheren Wehrpflicht.

          Bereits im vergangenen Jahr hatte die CDU-Vorsitzende Annegret Kramp-Karrenbauer eine Debatte über die Rückkehr zur allgemeinen Wehrpflicht angestoßen. Die Bundesregierung hatte dies jedoch abgelehnt. Dennoch könnte die CSU auf die Zustimmung ihrer Schwesterpartei hoffen. Die CDU fährt durch Kramp-Karrenbauer einen konservativeren Kurs als noch unter der Parteiführung von Kanzlerin Angela Merkel im vergangenen Jahr.

          Das Positionspapier verfasste der stellvertretende CSU-Generalsekretär Florian Hahn, auf Anweisung von Parteichef Markus Söder. Darin wird unter anderem auch eine Europaarmee bis 2030 gefordert. Zur Vorstandssitzung am Montagmittag werden auch die Vertreter der beiden wichtigsten bundeswehrnahen Organisationen erwartet: Oberstleutnant Andre Wüstner, Bundesvorsitzender des Deutschen Bundeswehrverbandes (DBwV), und Oberst der Reserve Oswin Veith, Präsident des Reservistenverbandes.

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