CSU unter Söder :
Zurück zu alter Stärke?

Timo Frasch
Ein Kommentar von Timo Frasch
Lesezeit: 3 Min.
Nach dem Machtwechsel in der CSU muss es jetzt Markus Söder reißen. Unter ihm muss die Partei wieder Glaubwürdigkeit ausstrahlen – dann ist eine Renaissance möglich.

In München ist jetzt das wohl längste und vielleicht irrste Jahr der CSU-Geschichte zu Ende gegangen. Es begann mit der Niederlage in der Bundestagswahl, führte über den Wechsel im Ministerpräsidentenamt, den erbitterten Asylstreit und den Verlust der absoluten Mehrheit in der Landtagswahl, und es endete nun mit der Übernahme des Parteivorsitzes durch Markus Söder. Dass es alle Beteiligten ausgelaugt hat, zeigte der Parteitag. An der vielfach angekündigten „Wahlanalyse“ bestand kein Interesse mehr, und die Aufbruchsstimmung hechelte mühsam der Aufbruchsrhetorik hinterher. Dazu passte, dass der Parteitag vorzeitig abgebrochen wurde, weil die Beschlussfähigkeit fehlte – zu viele Delegierte waren schon abgereist.

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