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CSU und Guttenberg : Er ist wieder da!

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Mindestens so enigmatisch wie Nessie, nur deutlich bärtiger: Karl-Theodor zu Guttenberg ist wieder in Bayern gesichtet worden Bild: dpa

Wann immer das bayerische Fabelwesen Karl-Theodor „Guttie“ zu Guttenberg gesichtet wird, ist die Erregung groß. Völlig zu Recht, denn der Mann kann alles: CSU-Vorsitzender, Kanzler, Hauptsache, nicht Verteidigungsminister. Gott mit Dir, Du Land der Bayern!

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          Glückliches Bayern! Während andere große Nationen die Schotten um das Ungeheuer von Loch Ness beneiden müssen, haben die Bayern ihr eigenes Fabelwesen: Karl-Theodor zu Guttenberg. Herrlich, wie immer wieder seine Sichtung am politischen Horizont vermeldet werden kann. Besonderen Spaß macht das Spähen nach Guttie, wie er liebevoll nach Nessie, seinem schottischen Pendant, genannt wird, in der fünften Jahreszeit Bayerns, der Starkbierzeit. Ein paar kräftige Schlucke – und schon ist zu sehen, wie Guttie eines nicht fernen Tages Markus Söder von der Staatskanzlei fernhalten wird, zur großen Freude von Horst Seehofer.

          Guttie ist auch ein äußerst freundliches Ungeheuer, das auf Anfragen prompt reagiert –  Nessie ist da schüchterner. Die „Süddeutsche Zeitung“, die von ihrem Redaktionsturm im Münchner Osten aus einen freien Blick auf das Land hat und das kleinste Ohrenspitzen eines Ungeheuers bemerkt, zitiert aus einer Mail von Karl-Theodor zu Guttenberg, dass er nicht beabsichtige, aus seinem amerikanischen Exil in die bayerische und deutsche Politik zurückzukehren. „Die berechtigten Gründe“ für seinen Rücktritt als Bundesverteidigungsminister und sein „lausiger Umgang damit“ würden eine Rückkehr nicht rechtfertigen.

          Guttenberg muss sein Leben als Teilhaber eines Beratungsunternehmens in den Vereinigten Staaten auch nicht aufgeben – es reicht, dass er gute Miene zu seiner periodischen Sichtung in Bayern macht. Auch wenn die Konkurrenz unter den Fabelwesen zunehmen könnte – zumindest nach weiteren kräftigen Schlucken Starkbier. Denn dann wird klar, warum Seehofer mit Edmund Stoiber bei Wladimir Putin gewesen ist. Stoiber ist mit seinen gerade einmal 74 Jahren politisch munterer denn je; nichts liegt näher als seine Rückkehr in die Ämter, aus denen ihn die CSU in einem Anfall kollektiven Irrsinns vertrieben hat.

          Guttie wird CSU-Vorsitzender. Ach was: Bundeskanzler!

          Wie eine solche Rochade gelingt, darüber weiß niemand besser Bescheid als Putin; notfalls können sich Seehofer und Stoiber auch noch Rat bei Dmitri Medwedew holen, dem Nachfolger und Vorgänger Putins. Seehofer wird wieder Bundeslandwirtschaftsminister, Stoiber wieder Ministerpräsident – und Guttie vielleicht doch CSU-Vorsitzender. Oder doch gleich Bundeskanzler. Oder Chef der Bayerischen Staatsforsten, der die legendäre Wanderausstellung „Bäume – der bayerische Weg“ eröffnet.  Ach, es ist eine Lust, in Bayern zu leben – dank Guttie und den anderen kleinen und großen Ungeheuern!

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