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Söder gegen Weber : Und der Machtkampf lodert wieder

  • -Aktualisiert am

Schlagabtausch nach der Italien-Wahl: Markus Söder (links), CSU-Vorsitzender und bayerischer Ministerpräsident, und Manfred Weber (CSU), Vorsitzender der EVP-Fraktion, hier am 7. März in der CSU-Parteizentrale in München Bild: dpa

Nach der Wahl in Italien gibt es Streit in der CSU: Manfred Weber unterstützte Berlusconis Forza Italia – und erntet nun harsche Kritik von Markus Söder. Wie konnte es dazu kommen?

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          Die CSU hat unserer Zeit, die an Treppenwitzen nicht gerade arm ist, nun einen weiteren hinzugefügt: Ausgerechnet Manfred Weber, der CSU-Mann, der im Asylstreit 2018 am vernehmbarsten zur Mäßigung mahnte und auch sonst als liberales Korrektiv in seiner Partei gilt, steht nun da als einer, der in die „Brandmauer“ nach Rechtsaußen einen kleinen Durchgang gebohrt haben soll. Hingegen votierten CSU-Chef Markus Söder und CSU-Landesgruppenchef Alexander Dobrindt, die Scharfmacher von 2018, am Montag in einer Sitzung des CSU-Vorstands für eine klare Abgrenzung nach Rechtsaußen, in klarer Abgrenzung zu Weber. Wie konnte es dazu kommen?

          Weber, stellvertretender CSU-Vorsitzender, hatte in seiner Funktion als Chef der Europäischen Volkspartei Wahlkampf für Silvio Berlusconis Forza Italia gemacht: Das ist die Partei, die nun in eine Regierung mit der rechtspopulistischen Lega von Matteo Salvini und den rechtskonservativen Brüdern Italiens unter Giorgia Meloni strebt.

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