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CSU-Politiker warnt : „Familiennachzug größeres Problem als neue Flüchtlinge“

  • Aktualisiert am

Flüchtlinge warten an der Essensausgabe in einer Unterkunft in Gießen (Archivbild). Bild: dpa

Die Zahl der Flüchtlinge an Deutschlands Grenze ist deutlich gesunken. Der CSU-Politiker Johannes Singhammer meint, dass deshalb nun eine andere Herausforderung in den Vordergrund rückt.

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          Der Nachzug der Angehörigen von Flüchtlingen wird Deutschland nach Ansicht von Bundestagsvizepräsident Johannes Singhammer auf Dauer stärker belasten als die Zahl der Neuankömmlinge. Nahezu alle Syrer würden nach den bisherigen Erfahrungen als Flüchtlinge anerkannt oder einen gesicherten Status bekommen und seien damit berechtigt, Familienmitglieder nachzuholen, sagte der CSU-Politiker der Deutschen-Presse-Agentur in Berlin. Damit werde sich die Zahl der Syrer im Land in etwa verdoppeln.

          Den Kommunen stehe „eine außerordentlich große Herausforderung“ bevor. „Irgendwann werden vielleicht nicht mehr genügend Wohnraum, Lehrer und Erzieher vorhanden sein. Wir müssen alles tun, dass die Integrationsfähigkeit gewahrt bleibt“, sagte Singhammer.

          Er konzentrierte sich auf die Zahl der syrischen Flüchtlinge, weil sich die Anerkennungsquote für deren Schutz im dritten Quartal 2016 bei insgesamt rund 82.000 Menschen auf 99,9 Prozent belaufen habe. Die Syrer stellten damit mit Abstand die größte Gruppe der Schutzbedürftigen dar. Die zweitgrößte Gruppe seien Iraker mit knapp 14.000 Menschen und einer Anerkennungsquote von 73 Prozent gewesen.

          Die meisten syrischen Flüchtlinge in Deutschland erhalten zurzeit allerdings nur subsidiären, also eingeschränkten Schutz. Ihre Aufenthaltserlaubnis gilt zunächst nur für ein Jahr, das Recht auf Familiennachzug ist für zwei Jahre ausgesetzt.

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